• Inzidenz in der Region Kulmbach über 300
  • Verschärfte Corona-Maßnahmen im Landkreis Kulmbach
  • Private Treffen werden eingeschränkt
  • Besuchsverbot in Alten- und Pflegeheimen sowie Krankenhäusern
  • Neue Allgemeinverfügung tritt in Kraft

Am Sonntag  (10.01.2021) wurde mit 324,18 der bislang höchste 7-Tage-Inzidenz-Wert im Landkreis Kulmbach seit Beginn der Pandemie gemessen, und auch am Montag sank der Wert nur leicht auf 318,59. Am Dienstag liegt der Wert laut Robert Koch-Institut bei 319,98 - das ist nach der Stadt Coburg der zweithöchste Wert in ganz Franken.

Landkreis Kulmbach wird zum Corona-Hotspot: Verschärfte Maßnahmen bis 24. Januar

Bei einer derart hohen Inzidenz greift eine Regelung, wonach weitere Beschränkungen vorzunehmen sind, die über die bereits geltenden Bestimmungen im Freistaat hinausgehen. Dazu hat der Landkreis am Sonntag eine Allgemeinverfügung erlassen, die ab sofort bis vorerst einschließlich 24. Januar gilt.

Was das nun genau für die Bewohner des Landkreises Kulmbach bedeutet, erläuterte der Leiter der Führungsgruppe Katastrophenschutz, Oliver Hempfling, am Montagnachmittag bei einem Pressegespräch.

Keine anderen Haushalte mehr: Das ist die wohl gravierendste Einschränkung. Ab sofort sind keine Treffen mit anderen Hausständen mehr möglich, weder als Besuche im privaten Bereich noch draußen im öffentlichen Bereich (ausgenommen davon sind Lebenspartner mit unterschiedlichen Wohnsitzen). Auch Sport und Bewegung an der frischen Luft sind nur noch allein oder mit dem eigenen Hausstand erlaubt. "Wir wollen damit niemanden gängeln, bestrafen oder ärgern", betonte Oliver Hempfling. Es gehe schlichtweg darum, die Kontakte zu minimieren und Zuhause zu bleiben. "Das Virus braucht Menschen, und wir müssen verstehen, dass wir ihm diese Ware nicht liefern dürfen."

Ab sofort keine Treffen mit anderen Hausständen mehr möglich

Besuchsverbot und FFP2-Masken: Für Alten- und Pflegeeinrichtungen, Krankenhäuser, ambulant betreute Wohnungsgemeinschaften und Seniorenresidenzen gilt ein Besuchsverbot, sobald es einen positiven Corona-Fall in der Einrichtung gibt. Die Begleitung Sterbender ist jederzeit zulässig. In allen diesen Einrichtungen besteht für Besucher, Mitarbeiter sowie externe Dienstleister die Pflicht, eine FFP2-Maske zu tragen. Die Besuchsdauer ist auf 30 Minuten beschränkt. Bewohner/Patienten, die länger als drei Stunden außer Haus sind, müssen bei jhrer Rückkehr einen Schnelltest machen, für fünf Tage in Isolation und nach fünf Tagen zum PCR-Test. "Wir wollen mit diesen Maßnahmen dort ansetzen, wo es am notwendigsten ist", so Hempfling.

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15-Kilometer-Regel: Diese Beschränkung trifft nicht nur Kulmbach, sondern ab 11. Januar alle bayerischen Landkreise, die über einem Inzidenz-Wert von 200 liegen. Damit sind alle touristischen Ausflüge (dazu gehört auch Sport) über einen Umkreis von 15 Kilometern über die Grenzen der Wohnortgemeinde hinaus untersagt. Triftige Gründe zum Verlassen des 15-Kilometer-Radius sind unter anderem der Weg zur Arbeit, zum Arzt, zum Einkaufen oder zur Kinderbetreuungseinrichtung. Aber zum Beispiel Wandern oder Rodeln im Fichtelgebirge sind für die Kulmbacher vorerst tabu. "Wer in den letzten Tagen mal im Fichtelgebirge war, weiß, dass es da genügend Futter für das Virus gab", so der Krisenstab-Leiter.

Im Vorfeld dieser neuen Allgemeinverfügung habe man das Ausbruchsgeschehen analysiert und zwei Bereiche für Verschärfungen festgelegt, hatte Hempfling zuvor erläutert. Das seien zum einen der private Bereich, wo es viele diffuse Fälle gegeben habe, und zum anderen Einrichtungen für Kranke und Pflegebedürftige.

 

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