Die Schreiner-Innung hat einen neuen Obermeister. Der 49-jährige Jürgen Bodenschlägel aus Rugendorf ist in der Jahreshauptversammlung von seinen Schreinerkollegen einstimmig zum Nachfolger von Gerhard Gack aus Hutschdorf gewählt worden. Neben Thomas Rosenberger aus Untersteinach gibt es mit Andreas Angerman aus Wonsees auch einen neuen stellvertretenden Obermeister. Gerhard Gack darf künftig den Titel Ehren-Obermeister tragen.


40 Jahre an der Spitze der Innung


Gerhard Gack trat 1973 als Inhaber der Hutschdorfer Möbelwerkstätten in die Schreiner-Innung ein. 21 Jahre lang war er stellvertretender Obermeister, ehe er vor 20 Jahren den Vorsitz übernahm. Gack rückblickend: "Der Obermeister führt die Innung auf Kreisebene, hat aber auch mit dem Bezirk und dem Freistaat zu tun. Ich habe die Aufgabe gerne ausgeübt."

Während bei vergleichbaren Organisationen die Mitgliederzahlen rückläufig seien, seien in Kulmbach zuletzt vier neue Mitglieder in die Schreiner-Innung eingetreten. "Holz ist weiterhin im Vormarsch. Nicht umsonst heißt es ja oft, Schreiner machten Frauen glücklich", so Gack lachend.

Der 65-jährige Unternehmer hat aber nicht vor, sich zurückzuziehen: "Ich bin weiterhin im Vorstand und werde auch im Landesverband ehrenamtlich das Tarifwesen begleiten." Bei den Möbelwerkstätten Gack sei die Nachfolge bereits geregelt. Mit dem Neffen Stefan Gack steht ein Technischer Betriebsleiter in den Startlöchern, ebenso Tochter Steffi Gack, die ausgebildete Schreinerin ist.


Für frischen Wind gesorgt


Jürgen Bodenschlägel war bereits eine Amtsperiode stellvertretender Obermeister und hat in den fünf Jahren für frischen Wind gesorgt: "Wir waren deshalb so erfolgreich, weil wir es geschafft haben, viele unserer Mitglieder in die Arbeit der Innung mit einzubinden. Ein Obermeister kann einen gewissen Teil sicherlich allein gestalten, aber wichtig ist, dass die Innung gemeinsam aktiv und in der Öffentlichkeit präsent ist", so der Rugendorfer. Ziel müsse dabei auch sein, Nachwuchs zu gewinnen.

Das Geheimnis für den Erfolg der Schreiner-Innung kennt Boodenschlägel: "Wir haben Arbeit auf mehrere Schultern verteilt und gemeinsam sehr viel angepackt." In Zukunft wolle man versuchen, bereits die nächste Generation für die Innung zu begeistern und mit einzubinden. So habe man bei der Wahl mit Frank Spielbühler aus Thurnau und Frank Jahreis aus Kauerndorf bereits zwei Betriebsnachfolger mit eingebunden. "Das ist ein gutes Signal", freut sich der neue Chef.


Der komplette Vorstand


Der Landesverband liefert Bodenschlägel zufolge gute Vorlagen für die regionale Arbeit. Die Imagekampagne sei erfolgreich gewesen. Der Schreiner sei durch das orangefarbene Emblem bekannt und identifiziere sich damit.
In den Vorstand wurden gewählt: Gerhard Gack aus Hutschdorf, Heinrich Nützel aus Kulmbach, Hermann Horner aus Kasendorf, Frank Spielbühler aus Thurnau, Josef Löffler aus Marktleugast und Frank Jahreis aus Kauerndorf.