Während die Verbreiterung von der Straßenmeisterei des Kreisbauhofs erledigt wurde, hat der Landkreis die weiteren Asphaltierungsarbeiten an die Firma Schill und Geiger aus Marktrodach vergeben. Die Gesamtmaßnahme wird Ausgaben von rund 330 000 Euro erfordern. Damit wird die Verkehrssicherheit auf der Strecke entscheidend verbessert.
Beim Ortstermin am Montagabend dankte Landrat Klaus Peter Söllner (FW) vor allem den Bürgern von Tannfeld für ihr Verständnis während der Bauarbeiten. "Von Kleetzhöfe bis zur Einmündung nach Lochau wird die Kreisstraße KU 7 dann in einem vernünftigen Zustand sein", so der Landrat, der auch das gute Einvernehmen mit dem Markt Thurnau und dem Gemeinderat herausstellte. Söllner würdigte ferner das Engagement von Drittem Bürgermeister Reinhold Förtsch ("Der hatte hier die Fäden in der Hand") und von Diplomingenieur Dieter Geißler vom Landratsamt, der nicht weniger als fünf Alternativen ausgearbeitet habe.
Söllner erinnerte daran, dass der 1,5 Kilometer lange Streckenabschnitt von Kleetzhöfe bis Tannfeld bereits 1998 auf der Tagesordnung stand, damals jedoch an "gravierenden Meinungsunterschieden" über die Art des Ausbaus gescheitert sei. "Mir war es wichtig, dass Ihr einverstanden seid", sagte Söllner an die Adresse der Bürger. "Ich stelle mir vor, dass wir - wenn wir fertig sind - dann ein richtiges Fest feiern", fügte er noch hinzu.
Dritter Bürgermeister Reinhold Förtsch (CSU) freute sich, dass die ursprüngliche Alternative, nur einen Deckenbau vorzunehmen, auf seine Intervention nochmals zurückgestellt wurde. Die jetztige Lösung bezeichnete er für alle Verkehrsteilnehmer als akzeptabel. "Was mir aber noch am Herzen liegt, ist eine Geschwindigkeitsbegrenzung im Bereich der Einmündung nach Tannfeld", so Förtsch, der auf den dort beginnenden Kinder-Naturerlebnislehrpfad hinwies.
Für Bürgermeister Dietmar Hofmann (SPD-OL) ist es wichtig, dass für die 17 gefällten Kirschbäume, die in einem erbärmlichen Zustand gewesen seien, 70 neue Bäume gepflanzt werden. Damit bleibe auch der Alleecharakter erhalten.
Die Tannfelder sind mehr als zufrieden. Heinrich Ort: "Wir haben ja schon vor 20 Jahren im Zuge der Flurbereinigung unser Land für eine Verbreiterung der Kreissstraße abgetreten. Es war ausgemacht, dass gebaut wird, aber dann kam Einer von den Grünen und die Straßenbaumaßnahme ist nicht mehr weiter verfolgt worden." Ein Begegnungsverkehr von größeren Fahrzeugen war nicht mehr möglich. Konrad Hacker: "Wenn ein Bauer auf der Straße unterwegs war und es kam ein Bus entgegen, dann musste einer von beiden zwischen die Bäume fahren."