Die Stadt ist voller Gäste aus aller Herren Länder. Abends sind diese Biertouristen ganz leicht daran zu erkennen, dass sie ausgelassen und feuchtfröhlich im Stadel feiern. Der Kulmbacher an sich zieht es ja vor, seine Runden um das Zelt zu drehen oder an einem festen Standort draußen die Massen an sich vorbeiziehen zu lassen. Dank der neuen großzügigen Gestaltung des Umfelds geht das jetzt sogar ohne allzu viel unfreiwilligen Körperkontakt oder ungewollte Bierduschen.

Doch zurück zu den Touristen: Sollten diese mit der Bahn angereist sein, darf man froh sein, wenn sie angesichts des an Hässlichkeit, Schmutzigkeit und Barriere-Un-Freiheit nicht zu überbietenden Kulmbacher Bahnhofs nicht gleich wieder auf dem Absatz kehrtgemacht haben. Zumindest dürften sie nach diesem ersten Schock mehr als positiv überrascht sein von unserer ansonsten wunderschönen Stadt.

Und wer seit Sonntag mit dem Zug aus Richtung Lichtenfels anreisen will, dem bleibt der unerfreuliche Besuch des Kulmbacher Bahnhofs eh erspart, denn seit dem 29. Juli fahren keine Züge mehr zwischen Mainleus und Kulmbach, da die Sandstein-Bahnbrücken auf der Strecke saniert werden. Für potenzielle Bierfest-Gäste (und natürlich auch alle anderen Bahnfahrer) heißt es dann: ab Mainleus umsteigen auf den Bus. Heimwärts auch wieder: erst Bus, dann Bahn, und das Ganze mit der einen oder anderen Maß Festbier intus.

Ein Prosit auf diese geniale Terminierung und Kundenfreundlichkeit der Bahn.