Gute Nerven brauchten die Autofahrer, die am Dienstag auf der B289 unterwegs waren. Am Nachmittag sorgten zwei Unfälle in einem Abstand von nur etwa 100 Metern bei der Ein- und Ausfahrt Kauernburg für erhebliche Behinderungen.

Der erste Unfall ereignete sich bei der Einmündung Kauernburg auf die Bundesstraße. Eine 26-Jährige aus dem Raum Untersteinach war mit ihrem Daewoo in Richtung Kulmbach unterwegs, als plötzlich vor ihr ein bislang unbekannter Autofahrer in die Bundesstraße einfuhr.


Abgebremst und geschleudert

Die Frau musste stark abbremsen, kam mit ihrem Auto ins Schleudern und prallte gegen einen entgegenkommenden Mazda, bei dem eine 47-Jährige aus der Gemeinde Ludwigschorgast am Steuer saß.

Beide Frauen wurden leicht verletzt, ebenso die beiden Kinder der 26-Jährigen (zwei und fünf Jahre alt), die mit im Wagen saßen. Alle vier Personen kamen ins Klinikum Kulmbach. Der Unfallverursacher machte sich aus dem Staub. Der Schaden an beiden Fahrzeugen wird auf 4000 Euro geschätzt.


Zweiter Unfall 100 Meter weiter

Kurz darauf krachte es dann ein zweites Mal - etwa 100 Meter entfernt. Ein 26-Jähriger aus dem östlichen Landkreis war in Richtung Kulmbach unterwegs und erkannte zu spät, dass sich wegen des Unfalls ein Stau gebildet hatte. Er zog mit seinem Golf nach links, um nicht auf den Wagen des Vordermanns aufzufahren.

Dabei stieß er mit einem entgegenkommenden VW Eos zusammen, den ein 50 Jahre alter Mann lenkte. Der 50-Jährige wurde verletzt und musste ins Klinikum Kulmbach gebracht werden. Der Sachschaden hier wird nach ersten Schätzungen bei über 20.000 Euro liegen.


Überholmanöver missglückt

Bereits kurz nach 12 Uhr hatte es auf der B289 schon einmal gekracht - diesmal aber in Höhe der Firma Raps. Eine 19-jährige Frau aus dem östlichen Landkreis war auf der Bundesstraße 289 in Richtung Mainleus unterwegs. Auf der Umgehung kurz vor dem Parkplatz überholte sie einen anderen Wagen und scherte wieder nach rechts ein.

Da sie für die Straßenverhältnisse zu flott unterwegs war, geriet ihr VW Polo ins Schleudern und kam nach rechts von der Fahrbahn ab. Das Auto fuhr noch 100 Meter im Grünstreifen und stieß dann gegen einen Baum. Der Polo rollte die Böschung hinunter und blieb auf dem Dach liegen. Die junge Frau konnte sich selbst befreien und kam mit Verletzungen ins Klinikum.


Totalschaden

Am VW entstand Totalschaden in Höhe von 1500 Euro. Der Polo wurde durch einen Abschleppdienst geborgen.
Die Feuerwehr Kulmbach, die wegen der Erstmeldung ("Eingeklemmte Person") mit fünf Fahrzeugen und 26 Einsatzkräften ausgerückt war, kümmerte sich nach dem Drehen des Kleinwagens noch um die Absicherung der Unglücksstelle und den Brandschutz. Die Einsatzleitung hatte Zugführer Markus Babo.

Aufgrund der winterlichen Straßenverhältnisse ereigneten sich im Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion Stadtsteinach noch drei witterungsbedingte Verkehrsunfälle.

Gegen 11.40 Uhr fuhr ein 22-Jähriger mit seinem Firmen-Lkw auf der Staatsstraße 2195 von Stadtsteinach in Richtung Pres seck. Weil er zu schnell fuhrt, geriet er ins Schleudern und prallte gegen die Leitplanke. Der Schaden am Lkw beträgt 900 Euro.

Um 14 Uhr fuhr eine 41-Jährige mit ihrem Pkw auf der B289 von Untersteinach in Richtung Kupferberg. Kurz nach der ersten Abzweigung nach Ludwigschorgast geriet sie auf schneebedeckter Straße ins Schleudern und kam nach links von der Fahrbahn ab. Sachschaden: 5000 Euro. Die Frau erlitt Prellungen im Rücken- und Brustbereich und wurde mit dem Rettungswagen ins Klinikum Kulmbach gebracht.

Etwa 40 Minuten später befuhr eine 18-Jährige mit ihrem Auto die Staatsstraße 2195 in Richtung Presseck. Kurz nach Birken geriet sie auf einem kurvenreichen, abschüssigen Stück mit ihrem Wagen ins Schleudern und kam nach links von der Fahrbahn ab. Dort kam ihr Pkw in einem Graben zum Stehen und musste von einem Abschleppdienst geborgen werden. Die Frau blieb unverletzt. Schaden am Pkw: 4000 Euro.