Wenn die Isartaler Hexen in den Tanzpalast nach Schwingen kommen, ist der Frühling nicht mehr weit: Jedes Jahr aufs Neue machen die Isartaler Hexen (Alex, Birgit, Mary, Mikki, Sandy, Susal, Tina und Ulla) in Schwingen die Nacht zum Tag und rissen junge und junggebliebene Fans mit. Jetzt kamen die Hexen zum letzten Mal in den Tanzpalast.

Denn im November, so hat Bandchefin Ulla Vater entschieden, ist Schluss mit dem Hexen-Ritt. Die Hexenmama, die Trompete und Keyboard spielt, obendrein noch singt und die ganze Hexentruppe leitet, hat angekündigt, dass sie künftig die Tanzbodenbretter gegen gemütliche Terrassendielen eintauschen möchte.

"Es ist traurig. Denn die Hexen machen immer Super-Stimmung", sagte Matthias Burger (33), ein bekennender Fan. "Aber ich werde die Hexen beim Bierfest und zum Abschiedsfest in Kulmbach noch sehen", sagt der Fan.

"Wenn es nach mir geht, dann hätten die Hexen auch ohne Ulla weitermachen können. Es ist traurig, dass so eine Band aufhören möchte", kommentiert Marc Sauermann (37) die Abschiedstournee.
Michael Seilmacher ist ebenfalls unglücklich über den Abschied (33): "Mit taugen die Hexen voll. Die machen noch so richtig selbstgemachte Musik. Das ist einfach faszinierend. Denn einfach ist das nicht."

Doch trotz der Trauer ließen sich die Hexenfans beim Auftritt der Isartaler in Schwingen den Spaß nicht verderben. Sie kamen in Scharen in den Tanzpalast, bevölkerten die Tanzfläche.
Lederhosen - wie die Hexenmädels - und Karoshirts oder Hemden waren Trumpf. Doch auch mit Hexenshirts zeigten die Fans ihre Verbundenheit und Treue.

"Es ist schon schade, dass sich so eine Band auflösen möchte. Denn die Hexen waren für Schwingen immer eine Bereicherung", sagte Christian Wilde vom Organisationsteam.

"Ich bin jetzt kein Hexenfan, sondern eher zufällig da. Aber die Stimmung ist super - beim Bierfest habe ich die Hexen auch schon gehört. Da ist immer was los", sagte Alina Backhaus (17).

Bei ihrem letzten Frühlingsauftritt in Schwingen zogen die Isartaler Hexen alle Register: Neue Deutsche Welle-Hits und italienische Evergreens, aktuellen Pop und Alpenrock. Und bei Songs wie "Wir wollen die Eisbären sehn" oder "Rock mi" rockten Hexen und Fans gleichermaßen ab. Der Tanzpalast wurde zum wilden Hexenkessel.

Im Juli sind die Hexen übrigens gleich drei Tage lang im Kulmbacher Bierstadel. Und auch das letzte Konzert wird in Kulmbach stattfinden: am Samstag, 10. November, auf dem Brauereigelände.