Schon Anfang Mai gab es endlich wieder Grund zum Jubeln beim SV Neuses. Mit großem Abstand lag die Mannschaft in der Tabelle der A-Klasse 5 vor den Verfolgern und machte mit dem 4:0-Erfolg beim FC Redwitz die Meisterschaft klar und für den Verein ging es zum ersten Mal seit 14 Jahren wieder nach oben, statt nach unten.
Eine Premiere für Michael Mytzka. Der zweite Vorsitzende, Abteilungsleiter und Torhüter, ist seit 2006 im Verein, als dieser noch in der Bezirksliga an den Start ging. Und zu Beginn der Saison habe niemand an so eine furiose Spielzeit geglaubt: "Nach der verlorenen Relegation im vergangenen Jahr waren wir alle so geknickt, allen voran ich selbst. Wirklich am Boden. Fertig."
Dazu plagten dem SV Neuses arge Verletzungssorgen. "Für das erste Saisonspiel hatten wir acht Spieler, die einsatzbereit waren", erinnert sich der 52-Jährige, der in fünf Partien selbst wieder zwischen den Pfosten stehen musste. "Geglaubt haben wir an nichts und ich habe das A-Wort verboten."
Die Neuseser wussten sich nicht anders zu helfen, als auf die Jugend zu setzen und holten etwa Adrian Panzer, Valentin und Maximilian Schedel, Lukas Trukenbrod und Maik Muhozi in ihre erste Mannschaft. Und plötzlich lief es beim SV rund. Mit fünf Siegen starteten die "Flößer" in die Saison und ab dem dritten Spieltag konnte sie keiner mehr von der Tabellenspitze verdrängen.
"Im Vergleich zum Vorjahr haben wir die Big Points geholt", erklärt Mytzka das Erfolgsrezept. Zweimal schlugen sie Ziegelerden und die Schmölzer Spielgemeinschaft und gegen Thonberg holten sie vier Punkte. Nur gegen den ATSV Gehülz reichte einmal zu einem Remis. Dazu belegen die 17 verschiedenen Torschützen, die insgesamt 107 Saisontreffer erzielten, dass die Mannschaft auch in der Breite gut aufgestellt ist.
Diese bleibt ihrem Spielertrainer Andre Türkis, der in der kommenden Saison in seine fünfte Amtszeit beim SV Neuses gehen wird, wohl im Großteil erhalten. Einzig der Abgang von Christian Wolf zum B-Klassisten SG Haßlach/Haig II/Burggrub II steht bereits fest, bestätigt Mytzka, der - genauso wie Goran Trivuncevic - im nächsten Jahr nur im Notfall wieder eingreifen will. "Aber das sagen wir schon seit Jahren."
Dazu befinde er sich noch in Gesprächen mit drei potenziellen Neuzugängen, die dem SV dabei helfen sollen, das Ziel Klassenerhalt in der Kreisklasse zu realisieren. Gleichzeitig will der Verein weiter auf seine Jugendspieler bauen, die ihm alle erhalten bleiben und dann nicht mehr parallel in der A-Jugend spielen werden, sagt Mytzka.