Der Favorit aus Erlangen tat sich über 90 Minuten schwer, gegen eine gute Friesener Hintermannschaft im Spiel der Landesliga Nordost und kam trotz einiger vielversprechender Möglichkeiten nicht über ein torloses Remis hinaus. "Ich bin natürlich megazufrieden mit dem Punkt. Wir haben eine klasse Leistung gebracht", sagte der Trainer des SV Friesen, Armin Eck, nach dem Spiel.

ATSV Erlangen - SV Friesen 0:0

Man merkte den Hausherren an, dass die drei Niederlagen in Serie am Nervenkostüm genagt hatten. Zwar kontrollierte der Tabellenführer das Geschehen, von dem gepflegten Kurzpassspiel, das den ATSV in der Hinserie so ausgezeichnet hat, war nichts zu sehen. Friesen kam aber kaum zu einer Chance, weil der Gast nur verteidigte. Erst nach knapp 20 Minuten wurde das Spiel besser, wobei vor allem Tim Ruhrseitz die Akzente für Erlangen setzte. Der offensive Außenbahnspieler war an allen gefährlichen Aktionen beteiligt und legte in der 24. Minute für Ahmet Kulabas auf, der den Ball volley und mit dem Innenrist verwertete, aber deutlich verzog.

Knappe zehn Minuten später war es erneut Ruhrseitz, der dieses Mal Michael Krämer anspielte. Der Mittelfeldspieler zog ab, aber Torwart Siegfried Kirschbauer lenkte den Schuss über die Latte. Erst gegen Ende der ersten Halbzeit nahm Friesen auch offensiv am Spiel teil und stellte den ATSV vor Probleme. Gehring hatte dabei den Führungstreffer auf dem Fuß. In der Nachspielzeit scheiterte der Außenverteidiger aus 16 Metern an Torwart Kraut.

Mit deutlich mehr Schwung kam der ATSV aus der Kabine und drängte den Gast weit in die eigene Hälfte. Allerdings taten sich die Erlanger weiterhin schwer. In der 50. Minute lupfte Krämer den Ball in den Strafraum und Kulabas sperrte sich den Weg frei. Allerdings wartete der Torjäger dann zu lange.

Friesen verteidigte geschickt und hatte nach und nach mehr Spielkontrolle. Offensiv war der Gast bis auf einen Schuss von Civilek in der 64. Minute aber harmlos. Der Tabellenführer wurde erst in der 68. Minute wieder gefährlich. Nach einer schönen Kombination zog Ferdinand List ab und scheiterte an Kirschbauer. Kurz danach musste wieder Michael Kraut sein Können zeigen, als er einen Lindner-Freistoß stark parierte. Keine Minute später hatte Michael Krämer die Chance auf den Führungstreffer. Doch der Routinier traf den Ball nicht richtig. Der ATSV hatte in der 83. Minute die Chance auf die Führung. Doch dieses Mal schlug ein Abwehrspieler den Kopfball von Kammermeyer von der Linie.

"Dass Erlanger die ein oder andere Chance haben ist glaube ich normal. Aber von der Kategorie der Chancen hatten wir genauso viele und fast die besseren. Deswegen ist der Punkt hochverdient", analysierte Armin Eck bau