Obwohl der ASV Kleintettau nahezu die komplette Serie lang an der Spitze der Kreisliga stand, musste das Team um Trainer Christian Häusler (42) gegen Ende der Saison nochmal zittern. Denn am vorletzten Spieltag, als man die Meisterschaft schon hätte perfekt machen können, unterlag der ASV zu Hause ausgerechnet vor der größten Zuschauerkulisse in diesem Jahr (280) mit 1:2 gegen den TSV Ludwigsstadt. So mussten die Spieler noch eine Woche warten, ehe sie nach dem 2:0 beim TSV Weißenbrunn den Aufstieg in die Bezirksliga feiern konnten.

Dabei war das zu Beginn der Saison gar nicht das ausgegeben Ziel, verrät zweiter Vorsitzender und Spielleiter Christian Ruß: "Das Thema Aufstieg war bei uns eigentlich nicht so in aller Munde. Als Absteiger weißt du nie, wie du startest." Diese Ungewissheit wischte die Mannschaft schon zum Auftakt beim 11:1 bei der SG Roth-Main aus den Köpfen. Es folgte eine Serie von fünf weiteren Siegen, mit der sich Kleintettau an der Tabellenspitze festsetzte, mit einem Torverhältnis von 39:9 nach sechs Spieltagen.


Abteilung Attacke

Die Offensive war mit 112 Treffern das ganze Jahr über das Prunkstück beim ASV. Vor allem Andreas Böhnlein und Nico Fröba erzielten zusammen nicht nur 70 Tore für ihre Mannschaft, sondern waren auch die erfolgreichsten Torjäger der gesamten Liga. "Die Zahlen lügen nicht", sagt Ruß. "Die beiden sind Ausnahmespieler in der Kreisliga und das haben sie Woche für Woche bewiesen."

Nicht nur die beiden Stürmer, sondern das gesamte Team blieb über den Saisonverlauf hinweg konstant in seinen Ergebnissen. Das habe vor allem daran gelegen, dass man die Bezirksliga-Mannschaft aus der Vorsaison zusammenhalten konnte, meint Ruß: "Das war das große Plus."

Ein weiterer Vorteil gegenüber der Konkurrenz war der Kunstrasenplatz im benachbarten Steinach, auf den die Kleintettauer dreimal in dieser Serie ausgewichen sind, während die meisten anderen Vereine ihre Spiele in den Wintermonaten absagen mussten.

Dabei gewannen sie auch die so wichtigen Partien gegen Marktzeuln und Burgkunstadt und blieben in der Rückrunde auch weitgehend von einer Doppelbelastung durch Nachholspiele verschont, auch wenn Trainer Häusler im Schlussspurt doch einige verletzungsbedingte Ausfälle beklagen musste.

Dennoch hat er so manche Begegnung negativ in Erinnerung. Vor allem das 0:1 am 7. Spieltag beim damaligen Schlusslicht FC Kronach oder die beiden Heimspiele gegen den SCW Obermain (0:5) und den TSV Weißenbrunn (0:3). "Da haben wir völlig zurecht verloren, aber sind immer postwendend zurückgekommen", erinnert sich der Spielleiter.


Drei Abgänge stehen fest

Zurück sind Christian Ruß und der ASV Kleintettau nach einem Jahr Abstinenz nun wieder in der Bezirksliga. Nachdem der Aufenthalt dort in der Saison 2016/17 nur ein Jahr andauerte, wollen die "Glasmacher" erneut die Mission "Klassenerhalt" angehen - diesmal aber erfolgreich. Dabei müssen sie jedoch auf ihre Dauerbrenner Alper und Altan Yürük verzichten. Alper (35) wird sich beim Kreisklassisten FC Hirschfeld als Spielertrainer versuchen und bringt seinen Bruder Altan (34) gleich mit. Auch Adrian Lieb (26) wird den ASV in Richtung Kreisklasse verlassen und künftig für den TSV Neukenroth spielen (wir berichteten).

Außer diesen seit längerem feststehenden Abgängen ist die Kaderplanung für die Bezirksliga noch im vollen Gange. Mit zwei potenziellen Neuzugängen sei man zurzeit noch in Gesprächen, sagt Christian Ruß, Namen wollte er aber noch nicht verraten.


Die Saison in Zahlen

Saisonbilanz: 21 Siege, vier Unentschieden, fünf Niederlagen - 112:36 Tore, Platz 1.

Höchster Sieg: 11:1 bei der SG Roth-Main

Höchste Niederlage: 0:5 gegen den SCW Obermain

Meiste Einsätze: Alper Yürük, Danny Martin (je 29), Altan Yürük, Ibrahim Iskender (je 28), Andreas Böhnlein, Nico Fröba (je 27), Tobias Wagner (25), Alexander Kunz, Alexander Pflügner, Manuel Fröba (je 23).

Meiste Treffer: Andreas Böhnlein (36, Ligabestwert), Nico Fröba (34), Adrian Kostewicz (13).

Zuschauer: 116 im Durchschnitt (Platz 8); bester Besuch: 280 (gegen TSV Ludwigsstadt), schwächster Besuch: 75 (gegen SCW Obermain)