Nach etwa neun Monaten im Amt ist es so weit: Erik Vetter bestreitet heute um 16 Uhr sein erstes Pflichtspiel als Trainer des FC Mitwitz. "Ich habe lange darauf gewartet und freue mich, dass es endlich los geht", sagt der 35-Jährige. Seine erste Aufgabe ist gleich eine richtungsweisende. Die Mitwitzer stehen nach 19 Spieltagen auf dem Abstiegsrelegationsplatz der Bezirksliga und treten beim abgeschlagenen Tabellenletzten Jura Arnstein an. Ein guter Start mit drei Punkten ist für die Steinachtaler eigentlich Pflicht, zumal danach mit dem SV Coburg-Ketschendorf und dem TSV Marktzeuln zwei weitere direkte Konkurrenten im Abstiegskampf warten.

Bezirksliga West

SC Jura Arnstein (16./8) - FC Mitwitz (13./19)

Der Coach sieht seine Mannschaft zumindest schon mal gut vorbereitet auf die kommenden Aufgaben: "In den letzten drei Testspielen wurde das, was ich mir vorstelle, richtig sauber umgesetzt." Die Mitwitzer haben sich dabei vor allem auf das Spielerische konzentriert. "Wir haben uns in den Bereichen verbessert, in denen wir Defizite gegenüber anderen Mannschaften haben. Wir haben eine klarere Struktur gebraucht, um noch besser nach vorne zu kommen. Gerade gegen ebenbürtige Gegner wollen wir auch mal das Spiel übernehmen. Dabei müssen wir Lösungen finden, wie wir ohne Ballverlust nach vorne kommen, geduldiger und reifer werden", erklärt der Coach.

Personell hat sich während der Corona-Pause wenig verändert bei den Steinachtalern. Lukas Carl hat sich dem Coburger Kreisligisten TSV Grub am Forst angeschlossen. Dafür kam Luis Te Kloot vom SV Friesen. "Er ist ein Brett", sagt Vetter über den 19-Jährigen. "Es macht Spaß, ihm zuzuschauen. Er ist in der Mitte überall variabel einsetzbar und einer, der Kraft ins Spiel bringen kann."

Wenig hat sich auch beim Gegner aus Arnstein getan. Lediglich Daniel Schmitt vom Bamberger Kreisligisten SV Würgau kam neu in die Mannschaft. An ein Fußballwunder werden dort selbst die größten Optimisten nicht mehr glauben. Zu weit ist der Abstand zum rettenden Ufer, um dies in den restlichen elf Spielen noch zu erreichen. Trotzdem werden die Schützlinge von Spielertrainer Sebastian Hopfenmüller nichts unversucht lassen. "Es ist vollkommen klar für uns, dass wir noch einmal angreifen wollen, denn noch ist nichts entschieden. Wir wollen gut rauskommen, also gegen den FCM etwas holen. Dies wäre äußerst wichtig für das Selbstvertrauen. Eigentlich ist es aber schon ein Alles- oder Nichts-Spiel für uns", sagt der Jura-Coach, der dabei noch auf einige verletzte Spieler verzichten muss.

Auch die Mitwitzer werden in Arnstein nicht komplett antreten. Marc Parchent wird wohl wegen einer Zerrung fehlen und Tobias Gentzsch aus privaten Gründen. dob/gf