"Es ist schade, dass Verkehrsprojekte in jeder Form gewünscht sind, aber die erneuerbaren Energien auf regionaler Ebene blockiert werden", sagt Bernd Brandstätter, Geschäftsführer von "Greenovative",über die Ablehnung des Kreis- und Umweltausschusses des Kronacher Kreistags, Flächen aus dem Landschaftsschutzgebiet des Naturparks Frankenwald herauszulösen. Greenovative (Ludwigsstadt) und die Naturstrom AG (bei Mitwitz) wollten dort Solarparke errichten.

"Wir werden das Projekt noch einmal prüfen und dann zu den Akten legen. Wir finden es schade, akzeptieren aber die Demokratie", sagt Brandstätter von "Greenovative", der derzeit generell eine ablehnende Haltung gegen Klima- und Umweltschutzprojekte feststellt. "Wir verstehen nicht, warum Kronach gegen unser Projekt ist. Es ist die Frage, ob man der kommenden Generation damit einen Gefallen tut."

So verlief die Kreisausschussitzung zu dem Thema

Die wichtigste Begründung der Mehrheit der Kreisräre: Die beiden Gebiete könnten zu Präzedenzfällen werden und damit mittelfristig dazu führen, dass der Naturpark Frankenwald in Gefahr gerät.

Der Hintergrund: Um Naturpark zu werden und zu bleiben, muss laut Bayerischem Naturschutzgesetz über die Hälfte der Fläche eines Naturparks aus Landschafts- oder Naturschutzgebieten bestehen. Im Naturpark Frankenwald sind es derzeit 50,34 Prozent - rund 348 Hektar mehr als gefordert.

So verlief die Sitzung des Umweltausschusses zu dem Thema


Für Ludwigsstadt erledigt


Die Stadt Ludwigsstadt werde auf keinen Fall weitere Schritte einleiten, um den Solarpark doch noch zu bauen. "In Zukunft werden wir nur noch Anfragen von Investoren prüfen, die sich auf Gebiete außerhalb der Schutzfläche beziehen", sagt Bürgermeister Timo Ehrhardt (SPD).

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