"Spiel mir das Lied vom Tod": Die weltberühmten dramatisch-aufwühlenden Klänge aus dem Italo-Western "Spiel mir das Lied vom Tod" kündigen einen mit Spannung erwarteten Besuch an. Unter polizeilichem Begleitschutz ziehen - verfolgt von vielen überraschten Augenpaaren - Angela Merkel, Kim Jong Un und Donald Trump in die Zecherhalle ein.



Beim Wefa-Fasching ist immer etwas los. Das ist bekannt und entsprechend
zahlreich kommen die Gäste. Dass aber in diesem Jahr sogar unsere
Bundeskanzlerin, der nordkoreanische Machthaber sowie der Präsident der
Vereinigten Staaten der Supergaudi ihren Besuch abstatteten, sorgte dann
aber doch für Erstaunen. Die drei Staatsoberhäupter ließen es sich nicht
nehmen, die auch in diesem Jahr wieder ausnahmslos phantasievoll maskierten
Faschingsfans persönlich zu begrüßen und einigen die Hand zu schütteln.



Hierzu zählten natürlich auch das diesjährige Prinzenpaar - ihre königlichen
Hoheiten, die zauberhafte Prinzessin Nadine I. und ihr holder Prinzgemahl
Josef I. Die beiden hochedlen Regenten waren eingangs feierlich
inthronisiert und ihren Untertanen vorgestellt worden. Die Begrüßung der
vielen Besucher oblag Ivonne Scholl-Engelhardt. Die Zweigstellenleiterin der
Wefa Kronach freute sich mit Heinz Rembor sowie - den durch den Abend
führenden - Andreas Eimecke vom Begleitenden Dienst über sage und schreibe
160 Besucher - und dies beim "Schnapszahl"-Jubiläum! So lange es die
anerkannten Werkstätten für Menschen mit Behinderung in Kronach - eine
Zweigstelle der Wefa Ahorn - gibt, nämlich seit 1985, wird auch alljährlich
die Faschingssause ausgerichtet - und damit seit 33 Jahren! Ein großer Dank
galt auch heuer allen, die sich wiederum seitens der großen Wefa-Familie im
Vorfeld in die Veranstaltung mit eingebracht hatten - wie auch der
Zechgemeinschaft Neukenroth, die erneut alles für den Fasching hervorragend
vorbereitet hatte. Ein besonderer Gruß galt dem Werkstatt-Rat mit dem
Vorsitzenden Martin Engelhardt sowie der Frauenbeauftragten Christin Müller.




Ein Erfolgsfaktor des sich von Anfang an größter Beliebtheit erfreuenden
närrischen Spektakels ist sicherlich auch die ganz besondere
freundschaftlich-familiäre Atmosphäre. Während es bei anderen
Faschingsveranstaltungen des Öfteren recht konventionell zugeht, kommt man
sich in der toll dekorierten Zecherhalle fast so vor wie in einem großen
Wohnzimmer. Hier fühlt man sich wie zuhause. Hier sind alle Generationen
vertreten und man sitzt - dicht an dicht beisammen. Zu den Gästen zählten
natürlich die Gastgeber - Mitarbeiter, Beschäftige und Angehörige der
Wefa-Werke I und II, des VaW-Verbunds anerkannter Werkstätten für Menschen
mit Behinderung (Carl-Link-Haus) - wie auch Abordnungen der Wefa-Hauptstelle
in Ahorn, der Lebenshilfe Kronach sowie der heilpädagogischen Einrichtung
Flößerhof St. Nepomuk in Marktrodach. Sie alle durften sich über ein
kunterbuntes Spektakel voller guter Laune und Frohsinn freuen.

Gleich zu Beginn brachte die Jugendtanzgarde Neukenroth die vielen Gäste mit
einem temperamentvollen Gardetanz gewaltig auf Betriebstemperatur. Die
zauberhaften Tanzmariechen gesellten sich auch heuer - mitsamt einer
"königlichen" Abordnung sowie weiteren Protagonisten der Neugrüede
Fousanocht - gerne zum lustigen Treiben. Natürlich hatte man seitens der
Wefa Kronach auch wieder einen Auftritt vorbereitet, der von den
Mitarbeitern wie auch den Beschäftigen vorher gemeinsam unter großem
Zeitaufwand einstudiert worden war. Doch die Mühen lohnten sich: Die
durchaus schweißaufreibende Tanz-Performance der "Wefa-Superstars" zu einer
ganzen Reihe an Rock-Klassikern riss alle mit. Das Publikum tobte! Viel Lob
erhielten auch die coolen - von den Beschäftigten im Vorfeld eigens für die
Aufführung selbst gestalteten - T-Shirts. Zu einem weiteren Höhepunkt ging
es mit der traditionellen Maskenprämierung über. Keine leichte Aufgabe für
die Jury, bei der kunterbunten Polonaise unter der Bühne aus den
unterschiedlichen Kostümierungen die originellsten auszuwählen! Das Rennen
machte schließlich "Eskimo" Christina, gefolgt von einer rabenschwarzen
Katze und einem liebreizenden Engel. Die ersten drei Plätze wurden mit
schönen Gewinnen aus dem Bereich der Unterhaltungselektronik belohnt. Aber
auch alle anderen Teilnehmer gingen nicht leer aus. Sie durften sich über
Trostpreise freuen.
Zur ausgelassenen Stimmung trugen auch heuer wieder maßgeblich die "Grauen
Wölfe" aus Haig bei, die mit Stimmungshits für Begeisterung sorgten. Bis zu
deutlich vorgerückter Stunde wurde gesungen, geschunkelt und getanzt, dass
es eine wahre Freude war.