Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) hat ihren Jahresbericht von 2017 vorgelegt. Im vergangenen Jahr hat sie 756 Menschen deutschlandweit vor dem Ertrinken gerettet. Bei 49 Einsätzen mussten die Retter sogar ihr eigenes Leben aufs Spiel setzen. Trotz ihres großen Engagements sind 404 Menschen im letzten Jahr bei Badeunfällen gestorben.


Schwimmerabzeichen führt nicht zwingend zum sicheren Schwimmen


2014 ist in Himmelkron ein achtjähriges Mädchen im Freibad ertrunken, als es zusammen mit der Kindersportgruppe des TSV zum Schwimmen gegangen war. Sofort wurde die "Schuld" beim Bademeister gesucht. Das Urteil fiel jedoch anders aus: Die Betreuerin der Sportgruppe wurde verurteilt. Sie hätte wissen müssen, dass das Mädchen nicht schwimmen kann. Zudem gab die Richterin den Eltern eine gewisse Mitschuld, da sie darauf noch einmal hinweisen hätten müssen.

"Das Seepferdchen-Abzeichen oder ein Schwimmkurs reichen noch lange nicht aus, um ein sicherer Schwimmer zu werden", sagt Stefanie Hofmann, die als Fachangestellte für Bäderbetriebe im Crana Mare in Kronach arbeitet. Auch danach ist Übung das A und O um ein sicherer Schwimmer zu werden. Oft wird die ganze Verantwortung für die Sicherheit der Badegäste in ihre sowie auch die Hände ihrer Kollegen gelegt.


Öfters Schwimmen gehen


Der Vizepräsident des DLRG-Landesverbands Bayern, Richard Bär, findet, dass es wichtig sei, dass Eltern öfters mit ihren Kindern zum Schwimmen gehen. So können sie mit ihren Kindern Zeit verbringen und etwas für deren Sicherheit tun. Ralf Deuerling, ebenfalls Meister für Bäderbetriebe stimmt Bär zu: "Ich finde es ist sehr wichtig, dass Kinder bereits vor der Schule schwimmen können." Danach ist es nämlich meistens zu spät, erläutert er weiter.