Es begann mit einer Anfrage, die das Büro des Kronacher Landtagsabgeordneten Jürgen Baumgärtner (CSU) vor zwei Wochen erreichte. Nun muss ein Bürger aus dem Kreis Kronach mit strafrechtlichen Konsequenzen rechnen.

Es geht um Grundstückskäufe am Freizeitsee in Windheim. "Da soll ein Grundstückseigentümer 2,50 Euro für den Quadratmeter bekommen haben und ein anderer, welcher wohl gut mit Ihnen vernetzt wäre, soll für seinen ähnlich wertvollen Grund satte 42 Euro für den Quadratmeter bekommen haben", heißt es in dem Schreiben, das an den Christsozialen adressiert ist.

Vorwürfe "komplett aus der Luft gegriffen"

Der hat jedoch wenig Verständnis für den unterschwelligen Korruptionsvorwurf, der in der Anfrage mitschwingt. "Ich bin es ehrlich gesagt leid, dass meine Arbeit immer wieder in den Schmutz gezogen wird, nach dem Motto ,Irgendetwas wird schon hängen bleiben‘", antwortet Baumgärtner und bittet den Bürger darum, seine Quellen offenzulegen. Dieser weigert sich jedoch und beharrt auf sein Recht, als "Steuerzahler" Auskunft auf seine Anfrage zu bekommen: "Niemand will Sie in den Schmutz ziehen, es geht mir lediglich um die Aufklärung."

"Die Vorwürfe sind komplett aus der Luft gegriffen. Die Frankenwaldgruppe, deren Vorsitzender ich bin, hat mit Grundstückskäufen dort rein gar nichts zu tun", stellt Baumgärtner gegenüber dem Fränkischen Tag klar. Die Gruppe führe lediglich Bauarbeiten am See durch, mehr nicht. Weiter kündigt der Landtagsabgeordnete an, gegen den Urheber der "üblen Gerüchte" rechtliche Schritte einzuleiten.

Erst vor wenigen Wochen wurde Baumgärtner unterstellt, eine Baufirma zu begünstigen, die Schwarzarbeiten in seiner heimischen Auffahrt in Steinberg durchgeführt haben soll. Solche haltlosen Unterstellungen wolle er sich künftig nicht mehr bieten lassen.