Viele Menschen in Franken standen in den vergangenen Tagen vor einer kniffligen Frage: Der Schnee musste weg vom Gehweg, aber wohin? Oft landete die weiße Pracht einfach auf der Straße. Erlaubt ist das aber nicht, wie Anfang der Woche die Marktgemeinde Marktrodach im Kreis Kronach auf Facebook deutlich machte.
"Das Schieben von Schnee auf die Fahrbahn ist verboten", macht die Verwaltung klipp und klar deutlich und weist auf ernsthafte Konsequenzen hin: "Es ist eine Ordnungswidrigkeit, die sowohl gefährlich als auch teuer werden kann". Seit Montag warnen übrigens zahlreiche fränkische Städte, Gemeinden und Kreise aufgrund der extremen Schneemengen vor gefährlichen Schneebruch.
Schneeräumen im Winter - fränkische Gemeinde warnt vor gefährlichem Fehler
Die klare Ansage hat tatsächlich einen ernsten Hintergrund, der im Post erläutert wird. Denn massive Schneehaufen auf der Straße können zu schweren Unfällen führen, sollten sie von Autofahrern oder Radlern übersehen werden. "Durch den Schnee auf der Straße entstehen neue Gefahrenstellen (Eisplatten, Rutschgefahr)", klärt die Marktverwaltung auf - und da hafte dann derjenige, der den Schnee dort platziert habe.
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Abgesehen davon würden die Schneehaufen auch den Winterdienst bei seiner Arbeit behindern. Dieser würde den Schnee schließlich einfach wieder zurückschieben - "Das sorgt für Frust auf beiden Seiten". Wer aber gänzlich aufs Schneeschippen verzichtet, dem drohen ebenfalls Konsequenzen - teilweise sind sehr hohe Bußgelder möglich, grundsätzlich besteht nämlich eine Schneeräum-Pflicht für direkte Anwohner.
Wohin aber mit dem ganzen Schnee? Darauf hat die Marktgemeinde Marktrodach eine klare Antwort: "Der Schnee ist im Vorgarten zu platzieren oder auf einem freien Grundstück in unmittelbarer Nähe." Man bitte also um Beachtung.