Die Regierung von Oberfranken hat die Stadt Ludwigsstadt als eine von rund 20 Kommunen in das "Kommunale Energiecoaching in Oberfranken" aufgenommen. Zur Umsetzungsbegleitung "Energiecoaching plus" stehen zehn Beratertage durch Markus Ruckdeschel, Energieagentur Nordbayern GmbH zur Verfügung. Bei der Stadtrat-Sitzung von Donnerstagabend stellte dieser das Konzept und die Schwerpunkte für Ludwigsstadt vor.
Laut Ruckdeschel soll das Förderprojekt im Rahmen einer professionellen, neutralen und intensiven Beratung Kommunen die Möglichkeiten aufzeigen, sich aktiv an der Energiewende zu beteiligen. Die Beratungskosten werden direkt über die Regierung beglichen. Das Büro AIG Fischer aus Kronach hatte Förderanträge und Konzepte zur Umrüstung der Beleuchtung im Rathaus, in der Schulturnhalle, im Klärwerk sowie in der Sport- und Kulturhalle Ebersdorf erarbeitet, die von Ruckdeschel überprüft wurden. "Am komplexesten war das Rathaus, da hier die Beleuchtungsverhältnisse sehr unterschiedlich sind", erläuterte er. Nach einer Begehung mit einem Fachunternehmen habe man die Pläne verschlankt. Ausgenommen wurde zum Beispiel der selten genutzte Sitzungssaal. Handlungsbedarf herrsche in den Büros und im Flur, wo Tageslichtsteuerungs- beziehungsweise klassische Bewegungsmelder installiert werden sollen.
Die Lichtrohrsysteme werden durch Flächenleuchten - sogenannte LED-Panels - ersetzt, die man aufhängen oder an der Decke montieren kann. Die Umrüstung wird über den Projektträger Jülich mit 52 Prozent für die Schulturnhalle sowie 37 Prozent für Rathaus und Kläranlage gefördert. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 50 000 Euro. Nach Abzug der Fördermittel verbleibt ein Eigenanteil von rund 30 000 Euro. "Das ist eine langfristige Investition, die sich rechnet. Der geringe Verbrauch wird ihnen bestimmt 20, 25 Jahre Freude bereiten", sicherte er zu. Eine etwaige Umrüstung der Sport- und Kulturhalle ist noch offen. Hierfür wird erst die Nutzungsdauer ermittelt.
Für alle aufgeführten Gebäude werden Kostenangebote eingeholt. Nach der Erneuerung der Heizkessel in der Schule kann die Kesselsteuerung nicht mehr in die bestehende Regelungstechnik des Gesamtsystems eingebunden werden. Nach Besichtigung durch die Energieagentur wurden neue Angebote eingeholt. Den Zuschlag erhielt die Ernst Leibinger OHG Egloffstein über 16 125,10 Euro brutto. Zusätzlich wurde die in die Technik mit eingebundene Lüftungsanlage in der Schwimmhalle mit bewertet. "Die Anlage funktioniert zurzeit. Es sind aber Module verbaut, die schon seit zwölf Jahren nicht mehr lieferbar sind", verdeutlichte Ruckdeschel. Unter dem Aspekt der Betriebssicherheit erfolgt ein Austausch mit zusätzlichen Kosten von 7460,94 Euro brutto.
Bei der Sitzung wurden viele Baumaßnahmen an den wirtschaftlich günstigsten Anbieter vergeben. Den Zuschlag für den Neubau der baufälligen Stützmauer hinter dem Anwesen Treuner in Steinbach/Haide 23 erhielt STW Eliasbrunn zum Angebot von 26 410,56 Euro. Hinzu kommen Kosten für den Zaun von circa 4000 Euro. Die Bachmauer beziehungsweise Uferböschung unterhalb der Wehranlage am Zufahrtsweg zum Falkenstein ist auf eine Länge von fünf bis sechs Metern abgerutscht; das gleiche droht für weitere Bereiche. Zur Wiederherstellung der Steilböschung soll die Ufermauer erneut mit Quadersteinen aufgebaut werden. Erneuert werden auch die Leitplanke und die Straßenfläche. Günstigster Anbieter ist ebenfalls STW Eliasbrunn mit 67 473 Euro brutto. Die Firma erhielt auch den Zuschlag für die im Zuge des Wasserleitungsbaus am Hügel und des Schieberaustausches in der Mühlgasse erfolgende Erneuerung der beiden Straßen zum Angebot von 81 777,99 Euro brutto.
Mit der Wasserleitungsbaumaßnahme wird Rohrleitungsbau Kirchhasel mit einem Angebot von 145 168,10 Euro brutto beauftragt. Da sich die Stufen der Eingangstreppe im Kiga Lauenhain im Laufe der Jahre verschoben haben, wird diese zur Verkehrssicherheit mit grauen Granitplatten neu belegt. Auch das Podest vor der Eingangstür soll angehoben und mit Granitplatten belegt werden. Den Zuschlag erhielt die Firma Eichhorn mit 5299,07 Euro brutto.
Das Rathaus-Erdgeschoss eignet sich für einen WLAN-Hotspot, so Bürgermeister Timo Ehrhardt (SPD), insbesondere wegen des Sprechtagezimmers und des Wartebereichs davor. Ein Internetanschluss ist dort bereits vorhanden. Unterstützt wird die einstimmig beschlossene Ersteinrichtung vom Freistaat Bayern mit maximal 2500 Euro/Standort für zwei Standorte. Die monatlichen Kosten belaufen sich auf rund 40 Euro zuzüglich Internetanschluss. Derzeit wird die Errichtung von WLAN-Hotspots auf dem Stadtgebiet geprüft. Insgesamt wurden 19 Standorte/Einrichtungen in allen Ortsteilen lokalisiert. Ein Ausbau aller Standorte über BayernWLAN scheint nicht leistbar, da für 19 Standorte jährliche Kosten von 9120 Euro anfielen. Stattdessen werden derzeit günstigere Alternativen in Zusammenarbeit mit Metering-Service Michael Korn - eventuell auch über ein EU-Programm - geprüft.
Weitere Beschlüsse: Dem leidigen Thema "Beseitigung von Hundekot" im Stadtbereich beziehungsweise Stadtrand hofft man, mit der Aufstellung von Hundetoiletten Einhalt zu gebieten. Im Rahmen einer Testphase werden vier Hundekotbeutelspender mit Abfallbehälter im Bereich Parkplatz in der Schulstraße, in der Zufahrt Schlesienstraße Richtung Aldi, an der Kuhbank Richtung Steinbach/Haide sowie bei der Zufahrt der drei Teiche Richtung Kneippanlage errichtet. Die Hundetoiletten kosten 1500 Euro in der Anschaffung. Einnahmen an Hundesteuern hat Ludwigsstadt alljährlich 6000 Euro. Einverständnis bestand seitens des Gremiums mit den Bedarfsmeldungen für die laufenden und geplanten Maßnahmen der Städtebauförderung in Ludwigsstadt und Lauenstein für 2018, die nunmehr an die Regierung weitergeleitet werden. Bislang beläuft sich die Höhe der förderfähigen Kosten für 2018 bis 2021 für bewilligte oder noch zu bewilligende Projekte für Lauenstein auf 3,7 Millionen Euro und für Ludwigsstadt auf 5,3 Millionen Euro, zusammen 9 Millionen Euro.
Ludwigsstadt beteiligt sich in Kooperation mit dem Bayerischen Gemeindetag an der Bündelausschreibung Strom für die Lieferjahre 2020 bis 2022. Da sich die Stadt in der Haushaltskonsolidierung befindet und Ökostrom mit Mehrkosten verbunden wäre, entschied man sich für Normalstrom als günstigste Variante. Der Awo-Kindergarten Lauenhain wurde erneut als Landkindergarten 2018 anerkannt. "In allen Einrichtungen der Stadt sind die Kapazitätsgrenzen fast erreicht", freute sich der Bürgermeister. Das Gremium beschloss die Ersatzbeschaffung eines VW-Caddys für das Wasserwerk. Dieses wird über das Autohaus Vetter für vier Jahre geleast mit einer monatlichen Leasingrate von 229 Euro netto. Der bisherige Leasingvertrag war ausgelaufen. Sonstiges: Hermann Feuerpfeil (FW) erkundigte sich nach dem Sachstand Photovoltaikanlage. Laut Ehrhardt wird es demnächst ein Gespräch mit der Regierung von Oberfranken geben. Ebenfalls Feuerpfeil monierte die tiefen Spurrinnen im Randbereich auf der B 85, konkret vom Zschach-Parkplatz Richtung Schwimmbad beziehungsweise Purbach. Diesbezüglich wird man mit dem Straßenbauamt Kontakt aufnehmen.
Martin Schmidt (CSU) erkundigte sich nach dem Abriss der Burgbräu. Da sich die Maßnahme aufwändiger als angenommen gestaltet, wird man den Zeitplan nicht einhalten können. Man rechnet mit noch sechs bis acht Wochen.
Torsten Hetz (SPD) prangerte den Schilderwald von Lauenstein bis zum Ende des Landkreises Kronach an, den man "entforsten" sollte. Auf der Strecke von Ludwigsstadt Richtung Steinbach verhinderten wuchernde Bäume die Möglichkeit zum Überholen, weswegen er einen Rückschnitt anregte. Ehrhardt will sich diesbezüglich erkundigen. hs Termine März 2018: 13.03., 19 Uhr, Rathaus-Saal: Info-Treffen/Workshop Dorferneuerung Ottendorf
Laut Ruckdeschel soll das Förderprojekt im Rahmen einer professionellen, neutralen und intensiven Beratung Kommunen die Möglichkeiten aufzeigen, sich aktiv an der Energiewende zu beteiligen. Die Beratungskosten werden direkt über die Regierung beglichen. Das Büro AIG Fischer aus Kronach hatte Förderanträge und Konzepte zur Umrüstung der Beleuchtung im Rathaus, in der Schulturnhalle, im Klärwerk sowie in der Sport- und Kulturhalle Ebersdorf erarbeitet, die von Ruckdeschel überprüft wurden. "Am komplexesten war das Rathaus, da hier die Beleuchtungsverhältnisse sehr unterschiedlich sind", erläuterte er. Nach einer Begehung mit einem Fachunternehmen habe man die Pläne verschlankt. Ausgenommen wurde zum Beispiel der selten genutzte Sitzungssaal. Handlungsbedarf herrsche in den Büros und im Flur, wo Tageslichtsteuerungs- beziehungsweise klassische Bewegungsmelder installiert werden sollen.
Die Lichtrohrsysteme werden durch Flächenleuchten - sogenannte LED-Panels - ersetzt, die man aufhängen oder an der Decke montieren kann. Die Umrüstung wird über den Projektträger Jülich mit 52 Prozent für die Schulturnhalle sowie 37 Prozent für Rathaus und Kläranlage gefördert. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 50 000 Euro. Nach Abzug der Fördermittel verbleibt ein Eigenanteil von rund 30 000 Euro. "Das ist eine langfristige Investition, die sich rechnet. Der geringe Verbrauch wird ihnen bestimmt 20, 25 Jahre Freude bereiten", sicherte er zu. Eine etwaige Umrüstung der Sport- und Kulturhalle ist noch offen. Hierfür wird erst die Nutzungsdauer ermittelt.
Für alle aufgeführten Gebäude werden Kostenangebote eingeholt. Nach der Erneuerung der Heizkessel in der Schule kann die Kesselsteuerung nicht mehr in die bestehende Regelungstechnik des Gesamtsystems eingebunden werden. Nach Besichtigung durch die Energieagentur wurden neue Angebote eingeholt. Den Zuschlag erhielt die Ernst Leibinger OHG Egloffstein über 16 125,10 Euro brutto. Zusätzlich wurde die in die Technik mit eingebundene Lüftungsanlage in der Schwimmhalle mit bewertet. "Die Anlage funktioniert zurzeit. Es sind aber Module verbaut, die schon seit zwölf Jahren nicht mehr lieferbar sind", verdeutlichte Ruckdeschel. Unter dem Aspekt der Betriebssicherheit erfolgt ein Austausch mit zusätzlichen Kosten von 7460,94 Euro brutto.
Bei der Sitzung wurden viele Baumaßnahmen an den wirtschaftlich günstigsten Anbieter vergeben. Den Zuschlag für den Neubau der baufälligen Stützmauer hinter dem Anwesen Treuner in Steinbach/Haide 23 erhielt STW Eliasbrunn zum Angebot von 26 410,56 Euro. Hinzu kommen Kosten für den Zaun von circa 4000 Euro. Die Bachmauer beziehungsweise Uferböschung unterhalb der Wehranlage am Zufahrtsweg zum Falkenstein ist auf eine Länge von fünf bis sechs Metern abgerutscht; das gleiche droht für weitere Bereiche. Zur Wiederherstellung der Steilböschung soll die Ufermauer erneut mit Quadersteinen aufgebaut werden. Erneuert werden auch die Leitplanke und die Straßenfläche. Günstigster Anbieter ist ebenfalls STW Eliasbrunn mit 67 473 Euro brutto. Die Firma erhielt auch den Zuschlag für die im Zuge des Wasserleitungsbaus am Hügel und des Schieberaustausches in der Mühlgasse erfolgende Erneuerung der beiden Straßen zum Angebot von 81 777,99 Euro brutto.
Mit der Wasserleitungsbaumaßnahme wird Rohrleitungsbau Kirchhasel mit einem Angebot von 145 168,10 Euro brutto beauftragt. Da sich die Stufen der Eingangstreppe im Kiga Lauenhain im Laufe der Jahre verschoben haben, wird diese zur Verkehrssicherheit mit grauen Granitplatten neu belegt. Auch das Podest vor der Eingangstür soll angehoben und mit Granitplatten belegt werden. Den Zuschlag erhielt die Firma Eichhorn mit 5299,07 Euro brutto.
Das Rathaus-Erdgeschoss eignet sich für einen WLAN-Hotspot, so Bürgermeister Timo Ehrhardt (SPD), insbesondere wegen des Sprechtagezimmers und des Wartebereichs davor. Ein Internetanschluss ist dort bereits vorhanden. Unterstützt wird die einstimmig beschlossene Ersteinrichtung vom Freistaat Bayern mit maximal 2500 Euro/Standort für zwei Standorte. Die monatlichen Kosten belaufen sich auf rund 40 Euro zuzüglich Internetanschluss. Derzeit wird die Errichtung von WLAN-Hotspots auf dem Stadtgebiet geprüft. Insgesamt wurden 19 Standorte/Einrichtungen in allen Ortsteilen lokalisiert. Ein Ausbau aller Standorte über BayernWLAN scheint nicht leistbar, da für 19 Standorte jährliche Kosten von 9120 Euro anfielen. Stattdessen werden derzeit günstigere Alternativen in Zusammenarbeit mit Metering-Service Michael Korn - eventuell auch über ein EU-Programm - geprüft.
Weitere Beschlüsse: Dem leidigen Thema "Beseitigung von Hundekot" im Stadtbereich beziehungsweise Stadtrand hofft man, mit der Aufstellung von Hundetoiletten Einhalt zu gebieten. Im Rahmen einer Testphase werden vier Hundekotbeutelspender mit Abfallbehälter im Bereich Parkplatz in der Schulstraße, in der Zufahrt Schlesienstraße Richtung Aldi, an der Kuhbank Richtung Steinbach/Haide sowie bei der Zufahrt der drei Teiche Richtung Kneippanlage errichtet. Die Hundetoiletten kosten 1500 Euro in der Anschaffung. Einnahmen an Hundesteuern hat Ludwigsstadt alljährlich 6000 Euro. Einverständnis bestand seitens des Gremiums mit den Bedarfsmeldungen für die laufenden und geplanten Maßnahmen der Städtebauförderung in Ludwigsstadt und Lauenstein für 2018, die nunmehr an die Regierung weitergeleitet werden. Bislang beläuft sich die Höhe der förderfähigen Kosten für 2018 bis 2021 für bewilligte oder noch zu bewilligende Projekte für Lauenstein auf 3,7 Millionen Euro und für Ludwigsstadt auf 5,3 Millionen Euro, zusammen 9 Millionen Euro.
Ludwigsstadt beteiligt sich in Kooperation mit dem Bayerischen Gemeindetag an der Bündelausschreibung Strom für die Lieferjahre 2020 bis 2022. Da sich die Stadt in der Haushaltskonsolidierung befindet und Ökostrom mit Mehrkosten verbunden wäre, entschied man sich für Normalstrom als günstigste Variante. Der Awo-Kindergarten Lauenhain wurde erneut als Landkindergarten 2018 anerkannt. "In allen Einrichtungen der Stadt sind die Kapazitätsgrenzen fast erreicht", freute sich der Bürgermeister. Das Gremium beschloss die Ersatzbeschaffung eines VW-Caddys für das Wasserwerk. Dieses wird über das Autohaus Vetter für vier Jahre geleast mit einer monatlichen Leasingrate von 229 Euro netto. Der bisherige Leasingvertrag war ausgelaufen. Sonstiges: Hermann Feuerpfeil (FW) erkundigte sich nach dem Sachstand Photovoltaikanlage. Laut Ehrhardt wird es demnächst ein Gespräch mit der Regierung von Oberfranken geben. Ebenfalls Feuerpfeil monierte die tiefen Spurrinnen im Randbereich auf der B 85, konkret vom Zschach-Parkplatz Richtung Schwimmbad beziehungsweise Purbach. Diesbezüglich wird man mit dem Straßenbauamt Kontakt aufnehmen.
Martin Schmidt (CSU) erkundigte sich nach dem Abriss der Burgbräu. Da sich die Maßnahme aufwändiger als angenommen gestaltet, wird man den Zeitplan nicht einhalten können. Man rechnet mit noch sechs bis acht Wochen.
Torsten Hetz (SPD) prangerte den Schilderwald von Lauenstein bis zum Ende des Landkreises Kronach an, den man "entforsten" sollte. Auf der Strecke von Ludwigsstadt Richtung Steinbach verhinderten wuchernde Bäume die Möglichkeit zum Überholen, weswegen er einen Rückschnitt anregte. Ehrhardt will sich diesbezüglich erkundigen. hs Termine März 2018: 13.03., 19 Uhr, Rathaus-Saal: Info-Treffen/Workshop Dorferneuerung Ottendorf