Mit China verbinden viele zuerst Essen wie Frühlingsrollen oder aber Sehenswürdigkeiten wie die "Chinesische Mauer" und die "Verbotene Stadt". Doch China hat viel mehr zu bieten wie die Schüler Melissa Yilmaz und Philipp Mayer im Rahmen des Chinese Bridge Summer Camps bald erfahren dürfen.

Zustande kam diese einmalige Chance letztes Jahr bei "Kronach leuchtet". In diesen Tagen besuchte die Führungsspitze des chinesischen Generalkonsulats Kronach. Die Veranstaltung und die Gastfreundschaft begeisterten sie so sehr, dass sie eine Einladung in ihr Land aussprachen. Hartmut Nenninger, Mitarbeiter des Organisationsteams bei "Kronach leuchtet", sagt: "Wir hatten während des Besuchs sehr gute Gespräche und einen regen Austausch."


Zwei Plätze in Förderprogramm

Im Anschluss wurde Nenninger von der Direktorin des Konfuzius-Instituts, Gao Fangfang, gefragt ob er zwei Schüler weiß, die gerne im Rahmen des Austauschprogramms nach China reisen würden. Dabei half ihm Thomas Müller, der am Kaspar-Zeuß-Gymnasium unterrichtet.

"Wir haben uns sofort gemeldet", sagt Yilmaz. Das Chinese Bridge Summer Camp ist ein vom Konfuzius-Institut München organisiertes Förderprogramm. Obwohl die Bewerbungsfrist für das Kulturprogramm bereits abgelaufen war, konnten die Schüler durch die guten Kontakte noch einen Platz ergattern.

Hier geht es zum Bericht zu Kronach leuchtet.

Ziel der Reise ist der Kulturaustausch zwischen Deutschland und China. "Ich finde es sehr wichtig, dass junge Leute bei solchen Reisen ihren Horizont erweitern und neue Erfahrungen sammeln können", sagt Nenninger.

Deshalb war für ihn die Unterstützung der beiden Schüler selbstverständlich. Neben ihm halfen auch der Elternbeirat und der Lions Club. Dafür sind sie sehr dankbar, denn durch deren Zuschuss und die Kostenübernahme des Förderprogramms mussten sie dann nur noch den Flug zahlen.


Einmalige Chance

"Das wird sicherlich interessant, weil es einfach eine völlig andere Kultur ist und die Menschen sind auch ganz anders", sagt Yilmaz während Mayer zustimmend nickt. Die Schüler sind schon etwas aufgeregt, aber die Vorfreude überwiegt. Etwas Mut gehöre schon dazu, sagen sie. "So eine Chance bekommen wir wahrscheinlich nie wieder", sagt Mayer. Beide sind sehr gespannt darauf, was sie in China erwartet. Auf das landestypische Essen freuen sie sich jedenfalls schon.


Kommunikation wird interessant

Chinesisch spricht noch keiner von ihnen, das lernen sie erst im Sprachkurs. Bedenken haben sie schon was die völlig fremde Sprache betrifft. "Ich bin gespannt, ob es für ein Gespräch reicht", meint Yilmaz. Mayer erwidert: "In China sprechen ja viele kein oder kein gutes Englisch. Das wird bestimmt abenteuerlich." Bei Verständigungsproblemen bekommen sie aber Hilfe von ihren Betreuern, die sie auf der Reise begleiten.

Die Reisegruppe besteht aus 15 bis 30 Teilnehmer und zwei Betreuer. Die Schüler haben sich bereits bei zwei Treffen in München besser kennengelernt. Am 28. oder 29. Juli geht es dann mit dem Flugzeug nach Beijing. Dort können sich die Schüler eingewöhnen und kulturelle Sehenswürdigkeiten wie die "Chinesische Mauer" oder auch die "Verbotene Stadt" besuchen.

In Tai'an gibt es dann schließlich Sprachunterricht und ein Kulturprogramm in einer chinesischen Mittelschule. Durch den Kontakt mit den Schülern und die Familienbesuche können sie dann ihre neuen Sprachkenntnisse auch praktisch üben.


Viele Eindrücke über Kultur

In Shanghai erwartet die Reisegruppe einige Vorträge mit Themen wie "China verstehen lernen". Nachmittags sind wieder Ausflüge zu besonderen Sehenswürdigkeiten geplant, die auch Eindrücke der chinesischen Kultur ermöglichen. Der Yu-Garten gilt dabei als eines der schönsten Beispiele der Gartenkunst in China.

Für das nächste Jahr haben sich die chinesischen Freunde wieder für einen Besuch zu "Kronach leuchtet" angekündigt. Da zwischenzeitlich die Nachfrage für das Austauschprogramm so groß war, wird es vermutlich auch in Zukunft für verschiedene Schulen ermöglicht werden.