Das ambitionierte Projekt "Nordhalben Village", ein Beleuchtungskonzept für den Ortskern und Ehrungen von Schulabsolventen standen im Mittelpunkt der Gemeinderatssitzung.

Halgard Stolte informierte über den Stand von "Nordhalben Village". Die Arbeiten sind in vollem Gange und sie zeigte nun Visionen und Ziele auf, die unabhängig von der Renovierung eventuell verwirklicht werden könnten. Die Gründung eines digitalen Zentrums im ländlichen Raum und die Ansiedlung von Firmen im Bereich neue Medien/IT sollen Nordhalben attraktiv für internationale Firmen machen. Schaffung von Arbeitsplätzen, Vermischung von Arbeiten und Wohnen und der Aufbau technologieorientierter Netzwerke sollen dazu dienen, in Nordhalben gemeinsam Neues zu entwickeln und überregionale Veranstaltungen zu organisieren.

Die Umsetzung dieser Ideen kann unter anderen mit einer Zielgruppenansprache in speziellen Netzwerken, Gründung eines Unternehmens und Verpackungsnetzwerkes Oberfranken/Saale-Orla-Kreis und der Zusammenarbeit mit Gründungszentren als Außenstandort sein. "Wir sollten auf jeden Fall unsere Lage an der Grenze zu Thüringen nutzen", sagte Halgard Stolte.

Was die Kostenfrage angeht, so sollen am Ende bei einer Vollauslastung von "Nordhalben Village" keine Kosten für die Gemeinde entstehen. Je nachdem, wie viele Firmen sich einmieten, wie viele Arbeitsplätze entstehen und wie es generell genutzt wird, wäre es auf jeden Fall ein Plus-Geschäft.
Natürlich müsste man gerade in den ersten drei Jahren in die Werbung investieren, doch das zahle sich wieder aus. Das Nordhalben Village biete eine bessere Arbeits- und Lebensalternative gegenüber den Metropolen, das sei ein Pluspunkt dieses Standortes. Mit der Eröffnung sei jedoch frühestens Winter/Frühling 2019 / 2020 zu rechnen.

Für Rudolf Ruf (CSU) klingen die Ausführungen von Halgard Stolte gut und überzeugend. Er meinte, dass relativ kurzfristig ein professioneller Manager eingesetzt werden müsse, der die Werbung organisiert und Firmen heranzieht. Bürgermeister Michael Pöhnlein (FW) konnte berichten, dass die Regierung dieses Management über die Städtebauförderung unterstützt und es eine Ausschreibung geben werde. Auch Manfred Köstner (CSU) begrüßte das gute Verhältnis zwischen Einnahmen und Ausgaben bei Auslastung von "Nordhalben Village". Es sei gut, kostendeckend zu arbeiten. Halgard Stolte sagte zum Schluss, man solle nicht nervös werden und es würden sich sicher die richtigen Firmen finden, die in die insgesamt 400 m² Fläche einziehen werden. "Es ist eine Herausforderung, die wir gemeinsam meistern", schloss die engagierte Frau ihren Vortrag.


Den Ortskern beleuchten

Markus Stirn, Projektleiter von "Kronach leuchtet", informierte über ein Beleuchtungskonzept im Ortskern von Nordhalben von der Metzgerei Förtschbeck bis zum Gasthaus Wagner. Die Idee dahinter sei eine Belebung des Ortskerns sowie ein kultiviertes Nachtbild. Die vorherrschende Beleuchtung in den Städten und Orten sei rein praktisch, aber wenig einladend. Das Konzept wurde bereits bei "Kronach leuchtet" erfolgreich aufgegriffen. Im Prinzip sei es so, dass nicht die Gebäude angestrahlt werden, sondern die Gebäude die Umgebung ausleuchten. Dies könne durch einen Lichtmasterplan und eine Gestaltungssatzung erfolgen.

Markus Stirn erläuterte, dass man ein Konzept erstellen und den Aufbau zur Veranschaulichung vonseiten Kronach Creativ bzw. "Kronach leuchtet" machen würde. Daraus entwickelt sich der Lichtmasterplan. Die Installation wird jedoch wieder abgebaut, da sie für "Kronach leuchtet" benötigt wird. Es sollte jedoch im Vorfeld abgeklärt werden, welche Möglichkeiten der Förderung es gibt.

Horst Wolf gen. Schmidt (FW) und Rudolf Ruf (CSU) fanden das Konzept für ein schöneres Erscheinungsbild von Nordhalben gut. Man solle bis zur Kirchweih eventuell die Kirche beleuchten als Anschauungsobjekt. Ralf Ellinger (FW) fragte nach, ob man das Gesamtkonzept auf einmal oder in Teilschritten verwirklichen könne. Ersteres sei möglich, meinte Markus Stirn, aber für die Gesamtwirkung nicht so gut. Man wolle ein Rohkonzept präsentieren und dann das Feedback abwarten.


Förderung wird geklärt

Es wurde beschlossen, dass die Gemeinde Nordhalben mit Kronach Creativ in der Sache Lichtmasterplan zusammenarbeitet. Es wird mit der Regierung wegen Fördermöglichkeiten gesprochen.

Bürgermeister Michael Pöhnlein konnte Schulabsolventen für ihre hervorragenden schulischen Leistungen mit einem kleinen Geschenk der Gemeinde ehren. Er und damit die ganze Gemeinde Nordhalben sind stolz darauf, gute Leute vor Ort zu haben. Geehrt wurden Diana Pötzinger, die an der Siegmund-Loewe Realschule (RS II) die Mittlere Reife mit 1,27 abschloss, und Melanie Roth, die ebenfalls an der Siegmund-Loewe Realschule (RS II) die Mittlere Reife mit 1,55 schaffte.