Dreimal soll der Vater von zwei Kindern seine schwerbehinderte Tochter im Ebnether Wald zwischen Oberlangenstadt und Unterlangenstadt nahe der Bundesstraße 173 sexuell missbraucht haben. Dies geschah je im Abstand von zwei Wochen an Samstagen im Herbst 2011, als er seine inzwischen 19 Jahre alte Tochter, die in einer Außenwohngruppe des Regens-Wagner-Heims in Burgkunstadt lebt, zu sich nach Hause holte. Es soll dabei jeweils zum Sex gekommen sein.

Auch 14 Tage nach dem dritten Vorfall fuhr der Kronacher mit seiner Tochter in das abgelegene Waldstück und begab sich mit ihr auf die Rücksitzbank des Autos. Dann wurde er jedoch von der Polizei aufgegriffen. Seitdem sitzt der Mann in Untersuchungshaft.

Zeugen aus dem Umfeld


Bereits im Frühjahr 2004 - die Tochter war damals noch ein Kind - soll sich der Mann an ihr vergangen haben. Sie war damals zu einem Urlaubsaufenthalt bei den Eltern zu Hause und der Vater soll nach dem Baden die Gelegenheit ergriffen haben, sie unter dem "Vorwand des Eincremens", wie es in der Anklageschrift steht, im Genitalbereich zu berühren.

Auf Grund der schweren geistigen Behinderung und einer dazukommenden Gehbehinderung ist davon auszugehen, dass sich die junge Frau nicht gegen ihren Vater zur Wehr setzen konnte. Der 54-Jährige ist daher wegen schwerem sexuellen Missbrauchs widerstandsunfähiger Personen und Beischlaf zwischen Verwandten angeklagt.