"Ich freue mich, dass wir viele Hindernisse aus dem Weg geräumt haben und weiterhin einen zweiten Vollsortimenter in Kronach haben", kommentiert Bürgermeister Wolfgang Beiergrößlein (FW) die Nachricht, dass der Kauf des Grundstückes durch Rewe verwirklicht wurde.

Die neue Abbiegespur, über die der neue Rewe und der daneben liegende Aldi direkt von den durch Kronach parallel verlaufenden Bundesstraßen 173 und 303 erreichbar sein sollen, könnte der erste Schritt zu einer Verbesserung des Verkehrsflusses durch die Stadt sein. "Die Ortsdurchfahrt soll neu überplant werden. In Absprache mit dem Staatlichen Bauamt denken wir über verschiedene Veränderungen nach", sagt Beiergrößlein.

Hauptziel sei eine Verbreiterung der B 173/B 303. Diesbezüglich müsse man über einen Abriss der Stockardt-Brücke nachdenken. Und die Kreuzung Industriestraße/Hammersteig müsse entlastet werden.


Durchfahrt existenziell für Stadt

"Wir müssen das Tempo erhöhen, eine bessere Durchfahrt ist existenziell für die Stadt", sagt auch Landtagsabgeordneter Jürgen Baumgärtner (CSU). Schon lange habe er den Abriss der Stockardt-Brücke gefordert. "Die Industriestraße braucht Entlastung durch einen Stich mittig zwischen der Hammersteig-Kreuzung und Ruppen. Außerdem müssen wir die Real-Kreuzung kritisch beobachten."

Die Nachricht, dass der Vertrag mit Rewe steht, erfreut Baumgärtner. Jetzt gelte es zu analysieren, warum die Standortsuche so lange gedauert habe. "Ich hoffe, dass es keine Holprigkeiten durch die Spitze der Stadtverwaltung mehr gibt." Für die Zukunft müsse Kronach mehr Flächen kaufen, die auf dem Markt seien. "Ich befürworte den Vorschlag von Stadtrat Lebok, dass Bauleitverfahren von der Stadt ausgehen sollten. " Auch für die Nachnutzung des alten Rewe hat Baumgärtner Pläne.

"Abreißen, damit sich ein Industriebetrieb aus der Industriestraße erweitern kann." Diesbezügliche Gespräche habe Baumgärtner mit dem Investor der Immobilie in London geführt.