"Hospiz ist eine Haltung. Man kann sie überall haben und kann immer helfen. Es geht darum, Respekt und Würde zu bewahren und den Menschen keine eigenen Vorstellungen überzustülpen", erklärt Förtsch. Deshalb hat sich der Hospizverein keiner Religion verpflichtet. "Wir machen keinen Unterschied, ob wir zu einer türkischen Familie gerufen werden oder zu einer katholischen", betont Förtsch.

Sie ist ausgebildete Krankenschwester, stieg nach einer Kinderpause wieder in ihren Beruf ein und machte eine Weiterbildung zur Hospizfachkraft. Jetzt konzentriert sie sich allein auf ihre Koordinationstätigkeit beim Hospizverein Kronach. Und sie hat sich auch schon feste Ziele gesetzt: "Mein Traumziele wäre es, 30 Hospizbegleiter zur Verfügung zu haben", sagt Förtsch - das wäre nahezu eine Verdoppelung der bestehenden Kräfte.

Am 19. September um 19 Uhr findet im Pfarrzentrum Nikolaussiedlung in Kronach ein Infogespräch zur Hospizausbildung statt. Ab 19. Oktober beginnt dann die halbjährige Ausbildung. "Es gibt im Hospizbereich ganz unterschiedliche Tätigkeiten. Und es wäre auch schön, wenn die, die schon eine Hospizausbildung haben, ihre Tätigkeit wieder aufnehmen würden", sagt Förtsch und ist überzeugt, dass sich für jeden eine passende Aufgabe findet - ob direkt bei der Sterbebegleitung oder im Netzwerke knüpfen, in der Weiterbildung oder auf anderen Gebieten.

Einen ausführlichen Bericht lesen Sie in der Freitag-Ausgabe des Fränkischen Tags Kronach.