Die Dialoge im Dreiakter "Di´ polnisch Weddschaffd´" sind maßgeschneidert für Freunde fränkischer Mundart, wenngleich der pfiffige polnische Auto-Mechaniker Kasimir (Jürgen Fischer) mit seinem polnischen Akzent zwar sprachlich aus dem Rahmen fällt, dafür aber auch sehr zur Erheiterung des Publikum beiträgt.

Tricksereien

Kasimir kennt sich mit der deutschen Bürokratie sehr gut aus, denn durch manche Trickserei entgeht er dem Fahnder nach Schwarzarbeit ein ums andere Mal. Daneben sorgt ein "genialer Tüftler und Erfinder" (Matthias Nüßlein) als Untermieter immer wieder mit seinen Innovationen für Turbulenzen und Verwirrungen in der Wohnung der ohnehin von vielerlei Geldsorgen geplagten Werkstattbesitzer (Joachim Blinzler und Claudia Blinzler).

Massive Geldnöte

Angesichts der massiven Geldnöte geben sich Bankdirektor Reibach (Stefan Rubel) und Schwarzarbeit-Fahnder Pingelich (Hardy Hanuschke) regelrecht die Türklinke der Werkstatt in die Hand. Der vom Untermieter erfundene elektrische Stuhl, der wie alle Erfindungen des Genies nicht so funktioniert wie erhofft, erhitzt die Gemüter und sorgt dabei für heiße Gesäße und manches Unwohlsein bei den ohnehin nicht gern im Haus gesehenen Besuchern.

Höchstleistungen

Regisseur Gerhard Schilt ist es wieder gelungen, seinen Darstellern Höchstleistungen abzuverlangen. Auch die Schauspieler Michaela Gick-Haas, Hardy Hanuschke, Alexandra Ruppert und Alexandra Schubert, die noch nicht so viel Theatererfahrung verfügen, schlüpften gekonnt in ihre Rollen und fügten sich nahtlos in die schauspielerische Leistung der "alten Hasen" ein. Gestik und Mimik sowie die teils herbe Ausdrucksweise der Charakterrollen führten immer wieder zu Lachsalven, während der gesamten Aufführung. Zum Schluss gab es tosenden Applaus für die schauspielerische Glanzleistung.



Darsteller Joachim Blinzler (Werkstattbesitzer Manfred Müller), Claudia Blinzler (seine Ehefrau Monika), Matthias Nüßlein (Erfinder Matthias Müller), Jürgen Fischer (Kasimir), Alexandra Ruppert (Stanislava), Anita Zimmerlein (Olga), Alexandra Schubert (Paula, Briefträgerin), Stefan Rubel (Bankdirektor Peter Reibach), Michaela Gick- Haas (Bürgermeisterin Sabine Kleinhaas- Großkohl) sowie Hardy Hanuschke (Beamter Heinrich Pingelich).

Karten Weitere Aufführungen finden statt am 27. und 28. März sowie am 10., 11., 17., 18., 24. und 25. April. Karten für diese Aufführungen sind erhältlich im Elektrohaus Schubert in Höfles (Telefon 09261/61985, Fax 09261/61986).