Der Countdown läuft: Am Freitag, 27. April, fällt der Startschuss für das Lichtfestival "Kronach leuchtet". Einen kleinen Blick durchs Schlüsselloch lässt Projektleiter Markus Stirn allerdings schon jetzt zu.

Fast unbemerkt wurde unter der Regie von Klaus Metzler und Markus Stirn bereits die Rückseite der Festung Rosenberg illuminiert. Die ersten Fotos bestätigen die Erwartung, dass Kronachs Bollwerk zu einem Dreh- und Angelpunkt des Spektakels wird.

Das bestätigt auch Pressesprecherin Oda Gräbner. Schwer tut sie sich allerdings damit, unter den über 70 Stationen in der Oberen Stadt und an der Festung schon jetzt einen besonders heißen Kandidaten für den Publikumsfavoriten auszumachen. Der Flößer-Lichtpunkt beispielsweise habe sich vergangenes Jahr recht unerwartet zu dem Hingucker für viele Besucher entwickelt.

So etwas zeichnet sich laut Gräbner erst dann ab, wenn alles installiert ist und im Kontext betrachtet werden kann. "Man arbeitet zwar das ganze Jahr darauf zu, hat aber nicht alles in der Hand", spricht sie über mögliche Änderungen, die bis zuletzt auf Grund der örtlichen Gegebenheiten an den Lichtobjekten vorgenommen werden. "Wie die Wirkung letztlich ist, da muss man sich überraschen lassen und die ersten Reaktionen abwarten." Aus diesem Grund wird heuer auch der Publikumspreis geändert. Statt aus einer Vorauswahl dürfen die Teilnehmer dieses Mal aus allen Lichtpunkten ihren Liebling bestimmen.

Dass die Vielfalt der Lichtprojekte heuer so groß ausfällt, liegt nach Ansicht von Oda Gräbner auch daran, dass sich selbst Sponsoren mit spannenden Ideen aktiv einbringen. So sei die Dr.-Schneider-Unternehmensgruppe ("Licht in der 3. Dimension", Melchior-Otto-Platz) schon ein regelmäßiger Gast, Max Frank aus Pressig ("Labyrinth - Wege des Lebens", Sandsteinwerkstatt Festung) warte mit "was Riesigem" auf und Goran Marinkovic ("Umwege des Lebens", Provianthaus Festung) liefert "eine Art Sanduhr" ab.


Kontakte geknüpft

Zur immer größeren Bandbreite von "Kronach leuchtet" trägt auch die wachsende Vernetzung der Kronacher mit nationalen und internationalen Lichtkunst-Veranstaltungen bei. Ein Paradebeispiel dafür ist die Tschechische Republik. Von dort werden heuer zwei Objekte nach Kronach kommen. Der Lichtpunkt "Demonz/Dämonen" auf der Wiese vor dem Hexenturm wird "was ganz Besonderes", verspricht Oda Gräbner. Am besten sei dieses Lichtobjekt als eine Art virtuelles Völkerballspiel zu bezeichnen. Ebenfalls dabei ist "Sat-Ball" in der Festungsstraße, wo Satellitenschüsseln eine Kugel formen werden.

Dass "Kronach leuchtet" nicht nur Lichtkünstler anzieht, sondern auch auf andere Ebenen ausstrahlt, zeigt sich an den angekündigten Besuchern. Der Naturpark Our (Luxemburg) wird sich beispielsweise mit einer Delegation vor Ort unter anderem zum Thema "Kampf gegen Lichtverschmutzung" informieren. Sogar aus China werden hochrangige Gäste erwartet.

Am 3. Mai soll die Generalkonsulin mit ihren Begleitern in der Cranach-Stadt zu Gast sein. Dann wird sie nicht nur ein Gesicht, sondern gleich zwei Gesichter der Festung kennen lernen. Die Vorderseite des Bollwerks wird zu diesem Zeitpunkt sicher genauso sehenswert von der Beleuchtung gezeichnet werden wie jetzt schon die Rückseite. Die Licht-Handschrift wird durch Michael Müller und die Coburger Studenten dort aber sicher eine ganz eigene sein.

Infos zum Festival


App: Die App mit Audioguide ist bereits eingesprochen. Anders als ursprünglich geplant, wird sie den Nutzern kostenlos zur Verfügung stehen. Eine kleine, zusätzliche Spende als Anerkennung würde die Verantwortlichen natürlich freuen.

Helfer: Die Organisatoren suchen dringend nach weiteren Helfern für einen Einsatz am Lichtweg. Wer Interesse hat, kann sich per E-Mail melden unter helfer@kronachleuchtet.com.

Verlosung: Wir verlosen zu "Kronach leuchtet" Gutscheine. Es gibt einen 50-Euro-Gutschein für das "Köstlichtzelt", eine Eintrittskarte für ein Symposium zur aktiven Gestaltung des Nachtstadtbildes und zwölf Tickets für eine Lichtführung zu gewinnen. Interessenten schreiben bitte eine E-Mail mit dem Stichwort "Kronach leuchtet" an c.schnelle@infranken.de bis zum Mittwoch, 25. April, 12 Uhr.