Der Naturpark Frankenwald und das Regionalmanagement setzen auf Qualität im Tourismus. Und das betrifft auch die Ausstattung der Zimmer bei den Hotels, Gastronomen und Privatvermietern. Deshalb wurde jetzt ein Einrichtungskonzept auf die Beine gestellt, das den Zimmervermietern bei einer Informationsveranstaltung am Donnerstag, 12. April, vorgestellt werden soll. Bei diesem Termin werden auch Vertreter der Regierung von Oberfranken anwesend sein, um zu Förderungsfragen zu geben. Zudem gibt es eine entsprechende Broschüre.

"Wir dürfen die Vermieter nicht alleine lassen", so Landrat Klaus Löffler. Das Einrichtungskonzept soll eine Art Leitfaden für eine qualitätsvolle Renovierung beziehungsweise Neuausstattung touristischer Unterkünfte sein.


Das Forsthaus als Vorzeigeprojekt


Nach des Regionalmanagers Willi Fehn will man auch Vorzeigeprojekte schaffen. Geplant sei, das Forsthaus Nordhalben als touristische Unterkunft nach diesem Einrichtungskonzept auszustatten. Zurzeit sei man deshalb mit dem Eigentümer, den Bayerischen Staatsforsten, im Gespräch.
Um was geht es nun bei dem Einrichtungskonzept? Laut Susanne Faller vom Regionalmanagement kommen hierfür in die Jahre gekommene Ferienwohnungen und Appartements oder Leerstandsimmobilien in Frage, die touristisch genutzt werden sollen.

Bei der Gestaltung der Unterkünfte, so ergänzte die Innenarchitektin Inka Ott, soll besonderer Wert auf die Verwendung von natürlichen und heimischen Materialien, wie Hölzer, Schiefer, Textil, Steine, Glas gelegt werden. Das Zusammenspiel von natürlichen Materialien und neuem Design soll den touristischen Unterkünften einen besonderen Charme verleihen.

Es werde bei manchen Vermietern schwierig sein, das Konzept zu vermitteln, meinte der zweite Bürgermeister aus Steinwiesen, Bruno Beierlorzer. In den Köpfen seien oftmals noch die 70-er Jahre. Damals habe ein sauberes und warmes Zimmer genügt.

Der Geschäftsführer des Tourismus Services Centers, Markus Franz, meinte, dass viele Beherbergungsbetriebe hinsichtlich zeitgemäßer Qualitätsstandards noch nicht auf demStand der Dinge seien. Der Gast sei aber anspruchsvoll geworden.


10 000 Euro für die Ersten

Wenn nun am 12. April die Veranstaltung stattfindet, sollen die ersten fünf Vermieter, die sich bereit erklären, das Einrichtungskonzept umzusetzen, mit 10 000 Euro unterstützt werden. Das kündigte Landrat Löffler an. Ermöglicht wird dies durch Bundesmittel aus dem Vorhaben "Land(auf)Schwung". Der Landkreis kann hier auf Bewerbung des Regionalmanagements als eine von 13 Modellregionen bundesweit teilnehmen.

"Wir müssen den Gastgebern Mut machen", so Petra Schirmer-Zenkel von der Frauenliste. Und sie sprach von weiteren Anreizen auf touristischer Ebene, wie der Schaffung eines Familienhotels oder einer bessere Beschilderung.

Landrat Klaus Löffler meinte, es sei ihm durchaus bewusst, dass noch Herausforderungen bewältigt werden müssen. Aber man sollte sich auf die Stärken besinnen, diese mehr herausstellen und verstärkt die Chancen in den Mittelpunkt stellen.

Die beiden Bürgermeister Thomas Löffler (Steinbach) und Bernd Rebhan (Küps) bewerteten das Einrichtungskonzept als hilfreich, wenn es um die Sanierung bzw. Schaffung von touristischen Unterkünften geht. Es gehe aber letztendlich darum, wie sich die Eigentümer entscheiden, ob sie zjm Beispiel sanieren, und es gehe auch darum, ob sie Miet- oder Ferienwohnungen schaffen wollen.