"Die Lucas-Cranach-Stradt Kronach wurde in den vergangenen Wochen zur Festspielstadt Kronach. Ihr habt eure Zuschauer glücklich gemacht und Herz, Kopf und Verstand in Schwingung gebracht." Tourismuschefin Kerstin Löw versteckte nicht ihre Emotionen, als sie an der Pressekonferenz zu den Rosenbergfestspielen noch einmal allen dankte. Eine rundum gelungene Festspielsaison sei es gewesen, "die mit Da Capo so einen schönen Abschluss gefunden hat."

Sie lobte unter anderem das aufwändigere Maskenbild und die barrierefreundlichen Wege. "Wir gehen in kleinen Schritten stetig voran." Auch Bürgermeister Wolfgang Beiergrößlein ging noch einmal auf die Abschlussveranstaltung "Da Capo" ein und meinte: "Man konnte noch näher zu den Schauspielern hinrutschen, das war auch zum Wohle dieser Stadt. Das macht ihr bitte wieder, weil's so schö war." Er freute sich auch, dass die Festspiele ein Magnet seien, um die Verweildauer von Urlaubern in Kronach zu erhöhen. "Außerdem bin ich stolz auf alle Schauspieler, die in diesem Jahr von den Kronachern noch mehr angenommen worden sind."


"Ein Stück zu Hause"

Bestätigen konnten dies die "Schmois-begeisterten" Akteure selbst. Tom Ohnerast: "Wir fühlen uns hier schon ein Stück zu Hause." Stefanie Masnik und Susanne Rösch ergänzten: "Mittlerweile erkennt man uns schon an den Stimmen." In Bezug auf den Festspielort fanden sie ebenfalls lobende Worte: "Man kann hier durch Spezialeffekte nicht viel kompensieren und das ist gut so. Da steht nicht der Knallbonbon, der hinter dem Baum vorkommt, im Mittelpunkt, sondern die Schauspieler selbst." Und schwärmerisch lobte Tom Ohnerast das "Spiel des Lichts" an diesem "magischen Ort."

Lokalmatador und "Geheimwaffe des Ensembles", Jürgen Malcher, bezog zum Hotzenplotz und seiner Rolle als Wachtmeister Dimpfelmoser Stellung: " Es ist gemütlich angelaufen, die Stimmung war gut und man hat gemerkt, es läuft." Auf die Frage von Kerstin Löw, warum man diese Figur nicht fränkisch hat sprechen lassen, erwiderte er: "Jedes Mal, wenn man den Bayerischen Rundfunk einschaltet, ist der Franke der Doofe. Deshalb haben wir uns dagegen entschieden." Klaus Meile regte an, noch mehr Schulen anzuschreiben, um sie für die Kinderaufführung zu begeistern.

Aufatmen konnte jetzt auch der künstlerische Leiter Stefan Haufe, der das Programm für "Da Capo" geformt hatte. "Nach einer Zeit dachte ich dann: Ach, das macht Spaß, das könnte ruhig noch etwas so weitergehen." Ein guter Abschluss der Spielzeit sei es aber auf jeden Fall gewesen, meinte er, auch wenn die Latte sehr hoch gelegen habe. "Aber wir sind mit Bravour darüber gesprungen."


Rechtzeitig um Karten kümmern

Einen kurzen Ausblick auf die nächste Saison gab im Anschluss Kerstin Löw: "Es wird drei Neuinszenierungen geben und natürlich wird auch wieder ein Kinderstück darunter sein. Wir werden auch am Wochenende des Stadtspektakels spielen, davon versprechen wir uns Synergieeffekte." Sie hatte auch einen gut gemeinten Apell an die Besucher der nächsten Spielsaison: "Bitte kümmern Sie sich rechtzeitig um die Karten."


Zahlen im Vergleich

Besucher 2018: 16 740,
2017: 15 994

Verkaufte Tickets 2018: 14 587, 2017: 13 820

Aufführungen 31

Auslastung Hotzenplotz (vier Aufführungen): 91,9 Prozent, Don Camillo (13): 85,3, Figaro (9): 59 Prozent. Gesamte Auslastung: 79,6, bei 15 Aufführungen sogar über 80 Prozent.