Die Aufregung steigt. An diesem Samstag ist Premiere. Ein Tag, auf den mehr als 100 Iphöfer seit vielen Monaten hinarbeiten.

Richard Schober strahlt Gelassenheit aus. Der Vorsitzende des Iphöfer Stücht e.V. hat schon viele Faschings-Sessionen erlebt. Er weiß: Auch heuer werden sich die Gäste in der Karl-Knauf-Halle bestens vergnügen. Daran arbeiten er und seine Präsidiumsmitglieder seit Mai des letzten Jahres. Da wurde das Motto der neuen Session bekannt gegeben: „Faszination Wasserwelt“. Die Büttenredner und Tanzgruppen konnten beizeiten mit ihren Vorbereitungen beginnen.

„Wir freuen uns wieder auf ein abwechslungsreiches Programm“, sagt Schober. Fünf Auftritte von Tanzgruppen wird es geben, dazu steigen fünf Redner in die Bütt – oder in die Stücht, wie es in Iphofen heißt. Fast alle Aktiven sind Eigengewächse. „Wir haben nur einen einzigen Gastauftritt von unseren Freunden der Seinsheimer Galgenvögel“, sagt der Vorsitzende nicht ohne Stolz.

Mehr als 200 Mitglieder weist der Verein auf, mehr als 100 beteiligen sich aktiv an den Vorbereitungen für die Faschingssession. Allen voran die acht Trainerinnen der Schautanzgruppen, die kürzlich zu den „Iphöfer Trainerinnen des Jahres 2019“ gewählt wurden. In die Stücht – ein Begriff für einen Bottich – steigen mit Giovanni Lucia, Barbara Weigand, Wilhelm Lutz sowie Agnes Roth und Gabi Klein lauter Iphöfer Eigengewächse. „Wir sind wie eine große Familie“, freut sich der Vorsitzende, der bis vor ein paar Jahren selbst bei den „Fidelen Kröpfern“, der Männerschautanzgruppe, auf der Bühne stand. „Mittlerweile bin ich für besondere Aufgaben freigestellt“, sagt Schober mit einem Augenzwinkern.

Die Stücht-Bälle am Samstag, 15. Februar, und am Rosenmontag sind die Höhepunkte der Iphöfer Faschingssession. Aber sie sind beileibe nicht die einzigen Termine. Im Zwei-Jahres-Rhythmus richtet der Verein den Kirchweihtanz aus, ist jedes Jahr mit zwei Buden auf dem Weihnachtsmarkt vertreten und organisiert in den Tagen nach Aschermittwoch einen „Stücht-Knall“. „Da feiern wir mit allen Aktiven den gelungenen Abschluss der Session“, erklärt Schober.

Vorher gilt es, die Saisonhöhepunkte gut über die Bühne zu bringen. Etwa 230 Faschingsbegeisterte werden pro Abend in der Karl-Knauf-Halle erwartet. Erfahrungsgemäß ein sehr gemischtes Publikum, die Jungen sind vertreten und die etwas Älteren. „Wir bringen nicht nur auf der Bühne verschiedene Generationen zusammen“, freut sich Schober. Durch den Abend führen die beiden Conferenciers Julius und Philip Straub, deren Aufgabe nicht nur darin besteht, die jeweiligen Gruppen anzusagen. Sie sollen auch die eine oder andere Iphöfer Begebenheit kommentieren und auf die Schippe nehmen. „Das ist ja das Schöne am Fasching“, sagt Schober. „Dass man auch mal die eine oder andere Sache aus dem Stadtleben offen legen und karikieren kann.“

Rund vier Stunden Programm erwartet die Besucher an den beiden Abenden. Dazwischen gibt es immer wieder Möglichkeiten zum Tanzen. Mit der „Let's Dance Live Band“ aus Rödelsee haben die Iphöfer seit vielen Jahren eine Band am Start, die den Saal zum Toben bringt, wie Schober sagt. Bis früh um 2 Uhr können die Gäste das Tanzbein schwingen. Dann werden sie beschwingt und zufrieden den Heimweg antreten – während die Helfer des Iphöfer Stücht e.V. noch mit den Aufräumarbeiten beschäftigt sein werden. Auch das gehört dazu, wenn man sich im Fasching ehrenamtlich engagiert.

Was? Stücht-Ball in der Karl-Knauf-Halle in Iphofen.

Wann: Samstag, 15. Februar, und Rosenmontag.

Karten: Rosenmontag ist ausverkauft, für den 15. Februar gibt es noch Restkarten in der Tourist-Info.