Rosen haben Stacheln – und nicht Dornen. Und wer seine Nase zu tief in eine Lilie steckt, der hat danach gelbe Flecken darauf. Die „Minigärtner“ haben wieder einiges gelernt an diesem Tag. Dieter Scheffler und seine Kollegen haben die Jungs und Mädels auf dem Gartenschaugelände in Würzburg begrüßt.

Wo früher rostige Flugzeuge geparkt waren, da stehen heute blühende Rosen. Aus dem einstigen Flugzeughangar der US-Amerikaner ist die Blumenhalle der Landesgartenschau in Würzburg geworden. Gärtnermeister Dieter Scheffler ist der Koordinator und Leiter der Halle. Er begrüßte die Minigärtner, führte sie durch die Ausstellung und anschließend in einen Arbeitsraum, der normalerweise nur den engsten Mitarbeitern vorbehalten ist, an diesem Tag aber auch für die Jungs und Mädels zugänglich war. Sie hatten schließlich einen wichtigen Job zu erfüllen. Vorher gab es allerdings Informationen vom Profi.

„Jede Blume hat vier bis sechs Namen“, erklärte Scheffler den Kindern und die staunten nicht schlecht über die große Auswahl an Blumen aller möglicher Größen und Farben in der Halle. „Allium riecht nach Zwiebel“, meinte Dieter Scheffler – und natürlich steckten die Minigärtner gleich mal ihre Nase hinein.

Rosen sind nicht nur schön, sondern auch vielfältig. Wildrosen wachsen als Strauch, Zuchtrosen haben gefüllte Blüten. Aus den Blüten mancher Rosen lässt sich das stark duftende Rosenöl gewinnen, aus dem beispielsweise Parfüm hergestellt wird.

Auch zur Herstellung von Marzipan braucht man Rosenwasser. Und wenn man Rosenblüten in einer Zuckerlösung kocht, dann kann man sie sogar als Nachtisch essen.

Im Arbeitsraum war dann schon alles vorbereitet für die Aufgabe: Jedes Kind durfte ganz nach eigenem Gusto ein buntes Blumengesteck zusammenstellen.

„Jetzt müssen wir nur noch sauber machen. Das gehört auch dazu.“
Dieter Scheffler, Floristmeister

Die Gestecke bildeten den Blickfang für die offizielle Eröffnung der Halle am gleichen Abend. Unter Anleitung von Dieter Scheffler, Waltraud Maisch und Steffen Stummhöfer stellten die Minigärtner ihre Kreativität unter Beweis. Zunächst putzten sie die Stile – „damit keine Bakterien ins Wasser gelangen“, wie Floristmeisterin Maisch erklärte.

Dann gestalteten sie aus Strandflieder, Goldrute, Löwenmäulchen, Glockenblumen, Schafsgarbe Sonnenbraut und anderen Blumen bunte Gestecke. „Arbeitet langsam“, riet Maisch. „Schaut euch Eure Gestecke genau an.“ Wo könnte noch eine Blume passen? Welche Farbe passt zu welcher? Und was tun, wenn das Gesteck ein wenig wackelt? Die Minigärtner erhielten jede Menge Tipps und am Ende ihrer kreativen Arbeit noch einen Auftrag, den alle Mütter und Väter nur unterstützen können: „Jetzt müssen wir noch sauber machen“, meinte Dieter Scheffler. „Das gehört auch dazu.“