Wer hätte das gedacht – es gibt auch noch gute Nachrichten vom Kitzinger Bahnhof. Bekanntlich ist das Gebäude seit dem Verkauf geschlossen – und die Pendler können sehen, wo sie bei Wind und Wetter bleiben. Immerhin aber entspannt sich in hoffentlich absehbarer Zeit wenigstens die Parkplatzsituation: Neue Stellflächen im Süden des Bahnhofsvorplatzes sind von der Stadt fest ins Auge gefasst – jetzt müssen sie nur noch kommen.

In die Büsche

Und wenn dann schon gebaut wird: Ein Klo in Bahnhofsnähe wäre auch schön, bevor sich die Menschen in ihrer Not weiterhin in die Büsche schlagen. Jedenfalls arbeitet Kitzingen gerade schwer an dem Ruf „Stadt der Wildpinkler“. Das wäre wahrscheinlich ein Alleinstellungsmerkmal. Ob es allerdings Gäste anzieht, ist dann doch eher fraglich.

Weil wir gerade bei den stillen Örtchen sind: Haben Sie das auch gelesen? Die Bayerischen Grundschulen planen Toiletten für das dritte Geschlecht. Wer jemals in die Verlegenheit kam, Schultoiletten zu besichtigen, weiß: Es geht nicht wirklich um ein wie auch immer geartetes Zusatzklo. Es geht alleine darum, die bestehenden Toiletten so zu sanieren, dass man da einigermaßen kann, wenn man muss.

Es riecht nach Revolution

Bevor wir uns heute ganz und gar auf dem Klo verlieren, wollen wir die eigentliche Geschichte nicht vergessen, die Ihnen keinesfalls vorenthalten werden soll. Wussten Sie, dass der Landkreis Kitzingen diese Woche kurz vor einer Revolution stand? Es roch nach Aufruhr. Nach Demo. Es passierte nämlich das, was alle für unmöglich gehalten hatten: Gelbwesten tauchten auf. Die Frankreich-Aufstände – herübergeschwappt ausgerechnet ins Kitzinger Land.

Autopanne statt Aufstand

Das verwunderte Augenreiben hielt allerdings nicht lange an – wir können prompt wieder Entwarnung geben. Es waren nämlich nur genau zwei Gelbwesten. Und die führten nichts im Schilde und waren auch nicht auf Krawall aus – vielmehr ging es um eine lapidare Autopanne an der B 8 bei Biebelried. Das Duo wartete am Straßenrand auf den Abschleppdienst – vorbildlich ausgestattet mit den Warnwesten.

Da sieht man gut den Unterschied zwischen uns und den Franzosen: Autopanne statt Aufstand. Aber dafür können wir bald auf ein drittes Klo gehen.

Die Woche blickt samstags zurück, was unseren Autoren aufgefallen ist.