Die Karwoche ist keine Ausgeburt des Frohsinns. Da passt es leider ins Bild, dass vor allem eine schlechte Nachricht die Menschen in der Region aufgeschreckt hat: Die Unternehmensgruppe Fritsch musste am Dienstag bekannt geben, dass gegen den Hersteller von Bäckereimaschinen das vorläufige Insolvenzverfahren eröffnet wird. Die Fritsch-Gruppe beschäftigt rund 600 Mitarbeiter, überwiegend am Stammsitz in Markt Einersheim.

Als kleiner Hoffnungsschimmer am Horizont erscheint in dieser alarmierenden Situation die Einschätzung des eingesetzten Insolvenzverwalters nach einer Mitarbeiterversammlung am Mittwoch : Er sei davon überzeugt, einen Investor für den finanziell angeschlagenen Branchen-Primus in Deutschland zu finden.

Apropos Hoffnungsschimmer: Ein solcher ist neuerdings wieder für das Volkacher Freibad auszumachen, seitdem Bürgermeister Peter Kornell den Stadtratsmitgliedern am Montagabend die Sanierung des maroden Schwimmbeckens als doch realisierbar dargestellt hat. Voraussetzung ist jedoch, dass ein geeigneter Fliesenleger gefunden wird.

Nicht mal einen winzigen Sonnenstrahl hat dagegen ein Vorfall zu bieten, der Mitte dieser Woche publik wurde: Am Rande eines Handball-Derbys zwischen den Erzrivalen Michelfeld und Marktsteft sind im Februar Zettel mit schmutzigen Liedtexten aufgetaucht, die Spieler und Einwohner Marktstefts weit unter der Gürtellinie diffamieren. Wer für die beschämende Aktion verantwortlich ist, steht ebensowenig fest, wie mögliche Folgen für den gastgebenden SV Michelfeld. Der Bayerische Handball-Verband hat angekündigt, den Fall rigoros aufzuarbeiten, inklusive möglicher Sanktionen durch ein Sportgericht.

Die Kar- und die bevorstehenden Osterfeiertage bieten ja eine Vielzahl kirchlicher Termine und Gottesdienste. Da geht eine Ankündigung aus Sommerach beinahe unter. Doch wer aufgepasst und genau gelesen hat, der konnte dort ein außergewöhnliches Angebot entdecken. Wer die Karwoche beschwipst hinter sich lassen und leicht bedüdelt in die Osterzeit starten möchte, dem bietet sich in der Winzerortschaft die Chance dazu. Denn dort wird nach der festlichen Osternacht in der Pfarrkirche um 21 Uhr tatsächlich ein „Auferstehungsschoppen“ angeboten. Da bleibt am Ende nur zu sagen: Halleluja!

Die Woche blickt samstags zurück, was unseren Autoren aufgefallen ist.