Vergangenen Freitag ging in der Stadtverwaltung ein Schreiben von Amazon Deutschland ein, in dem kurz mitgeteilt wurde, das Ansiedlungsvorhaben in Schwarzenbach nicht mehr weiter zu verfolgen, berichtet die Stadt Schwarzenbach an der Saale in einer Pressemitteilung. Dies sei mit dem Satz begründet worden, dass „aufgrund einer Optimierung des bestehenden Netzwerkes wir bereits über die notwendigen Kapazitäten verfügen, die wir derzeit in der Region benötigen.“

Bürgermeister Hans-Peter Baumann (CSU) zeigte sich laut Stadt überrascht und enttäuscht von der Aussage von Amazon. Noch im Spätsommer sei von den Ansprechpartnern von Amazon Deutschland ausdrücklich erklärt worden, man wolle nach Schwarzenbach kommen. Die Stadt habe ihre Aufgaben vollständig erbracht.

Zwischen der Stadt und Amazon bestehe kein direktes Vertragsverhältnis. Amazon selbst beabsichtigte sich in die geplante Immobilie eines Investors langfristig einzumieten. Vertragsbeziehungen beständen daher zwischen der Stadt und dem Investor. „Sämtliche Grundstücksfragen einschließlich der Erschließung inklusive der Verkehrsanbindung waren geklärt. Selbst der beantragte Bauantrag für das Objekt liegt bereits vor“, so der Bürgermeister. Umso überraschender nun die Wendung. Ursprünglich sei geplant gewesen, bereits im Sommer 2021 mit den Tiefbauarbeiten zu beginnen.

„Wir befinden uns mit unserem Vertragspartner, dem Investor weiterhin in positivem Kontakt. Es werde eine alternative Ansiedlung in Schwarzenbach geprüft“, so der Bürgermeister laut Mitteilung.