In Oberfranken gibt es gute Neuigkeiten für den Schienenverkehr: Wie die Deutsche Bahn (DB) in einer Pressemeldung mitteilt, hat das Eisenbahn-Bundesamt die Pläne für die Elektrifizierung und den Ausbau der Strecke zwischen Hof und Martinlamitz genehmigt.
Damit bestehe für den ersten Abschnitt des Bahnprojekts Ostkorridor Süd Baurecht. Die DB InfraGO, eine hundertprozentige Tochter der DB, könne mit dem Projekt starten, sobald eine Finanzierung des Bundes vorliegt, heißt es. Danach soll es mit der Planung weiterer Strecken, wie der Franken-Sachsen-Magistrale, weitergehen.
"Mehr Platz für den Zugverkehr": Deutsche Bahn über Bahnausbau im Kreis Hof
Die Pläne für den 25 Kilometer langen Streckenabschnitt zwischen Hof und Martinlamitz sehen eine grundlegende Erneuerung sowie einen Ausbau und eine durchgehende Elektrifizierung vor. Für den Bahnausbau in Nordbayern sei dies ein "Meilenstein", wie Matthias Holfeld, DB-Projektleiter für den Ausbau Hof-Martinlamitz, erklärt.
"Die Elektrifizierung und der Ausbau von Hof über Oberkotzau nach Martinlamitz werden mehr Platz für den Zugverkehr schaffen und damit auch die Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit auf der Schiene im Raum Hof erheblich verbessern", hält Holfeld dazu fest.
Mit den neuen Oberleitungen werde eine Umstellung auf umweltschonende Akku-Hybridfahrzeuge geschaffen. Sie schaffen auch die Voraussetzung "für die weiteren vom Freistaat Bayern beauftragten Elektrifizierungen von Oberkotzau nach Rehau und nach Münchberg sowie für den Bund beabsichtigten weiteren Ausbau von Ostkorridor Süd und Franken-Sachsen-Magistrale", so der DB-Projektleiter.
20 Minuten schneller: Ausbau soll bessere Verbindungen schaffen
Wie aus der Mitteilung weiter hervorgeht, werden neben der Elektrifizierung auch die Mittelbahnsteige und der Personentunnel im Hauptbahnhof Hof mit neuen, breiteren Aufzügen barrierefrei ausgebaut. Zudem plant die DB InfraGO einen umfassenden Schallschutz für Anwohner und ein drittes Gleis zwischen Hof und Oberkotzau.
Durch die umfangreichen Baumaßnahmen würden die Kapazität auf der Schiene in Oberfranken erhöht und bessere Verbindungen zwischen Bayern und Sachsen ermöglicht, heißt es in der Mitteilung. Gemäß des Deutschlandtakts verkürze sich dann auch die Fahrtzeit zwischen Hof und Regensburg um 20 Minuten. Auch Fernverkehrsverbindungen zwischen München und Dresden mit neuen Halten in Hof, Marktredwitz, Wiesau, Weiden und Schwandorf werden durch den Ausbau möglich.