Tierseuche Amerikanische Faulbrut in Hof - Sperrbezirk im Bereich Zoologischer Garten: Das Veterinäramt der Stadt Hof hat am Dienstag (21. Juni 2022) den Ausbruch der Tierseuche Amerikanische Faulbrut festgestellt. Laut dem Tiergesundheitsdient Bayern stellt die Tierseuche "eine ernstzunehmende Bedrohung" für Bienenvölker dar.

Aufgrund der Bienenseuchen-Verordnung hat die Stadt deshalb eine Allgemeinverfügung erlassen. In dieser wurde ein Sperrbezirk im Bereich des Zoologischen Gartens festgelegt - "mit einem Radius von mindestens einem Kilometer", wie es in einer Pressemitteilung der Stadt Hof vom Mittwoch (22. Juni 2022) heißt. Die Allgemeinverfügung ist demnach am Donnerstag (23. Juni 2022) in Kraft getreten.

Amerikanische Faulbrut in Hof nachgewiesen - das gilt für den Sperrbezirk

Bei der Amerikanischen Faulbrut handelt es sich laut Angaben der Stadt Hof um eine Tierseuche, die von einem Tierseuchenerreger unmittelbar oder mittelbar verursacht wird, bei Tieren auftritt und auf Tiere übertragen werden kann. Die Abgrenzungen des Sperrbezirks sind in der entsprechenden Karte (siehe Foto Nr. 2) in Rot eingezeichnet. 

Für den Sperrbezirk gilt demnach folgendes:

  • Bewegliche Bienenstände dürfen von ihrem Standort nicht entfernt werden (§ 11 Absatz 1 Nummer 2 Bienenseuche-Verordnung).
  • Bienenvölker, lebende oder tote Bienen, Waben, Wabenteile, Wabenabfälle, Wachs, Honig, Futtervorräte, Bienenwohnungen und benutzte Gerätschaften dürfen nicht aus den Bienenständen entfernt werden. Dies gilt nicht für Wachs, Waben, Wabenteile und Wabenabfälle, wenn sie an wachsverarbeitende Betriebe, die über die erforderliche Einrichtung zur Entseuchung des Wachses verfügen, unter der Kennzeichnung "Seuchenwachs" abgegeben werden und Honig, der nicht zur Verfütterung bestimmt ist (§ 11 Absatz 1 Nummer 3 i. V. m. § 11 Abs. 2 Nr. 1 Bienenseuche-Verordnung).
  • Bienenvölker oder Bienen dürfen nicht in den Sperrbezirk verbracht werden (§ 11 Absatz 1 Nummer 4 Bienenseuche-Verordnung).

"Ernstzunehmende Bedrohung": Tierseuche kann Bienenvölkern gefährlich werden

Wie die Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau auf ihrer Webseite mitteilt, handelt es sich bei der Amerikanischen Faulbrut um eine anzeigepflichtige Bienenseuche. Sobald ein entsprechender Verdacht besteht, muss demnach der Amtstierarzt informiert werden. Die amerikanische Faulbrut hat eine weltweite Verbreitung auf allen Kontinenten. Früher wurde sie als bösartige Faulbrut bezeichnet.

Dem Tiergesundheitsdient Bayern zufolge stellt die Tierseuche "eine ernstzunehmende Bedrohung" für Bienenvölker dar. Demnach vermehrt sich das Bakterium zunächst im Darm der Bienenlarven, wenn diese den Erreger aufgenommen haben.