• Fall Peggy: Ermittlungen nach 19 Jahren beendet
  • Verdacht gegen Manuel S. konnte nicht verhärtet werden
  • Mordfall von Peggy bleibt ungelöst
  • Täter konnte nie ermittelt werden

Fall Peggy bleibt ungelöst: Wie die Staatsanwaltschaft Bayreuth am Donnerstag (22. Oktober 2020)  mitteilt, sind die Ermittlungen der Polizei im Fall Peggy eingestellt worden. Die Todesursache des Mädchens bleibt weiterhin ungeklärt. 

Fall Peggy: Täter wird nicht ermittelt

Rückblick: Die damals neunjährige Peggy verschwand am7. Mai 2001 in Lichtenberg im Landkreis Hof. Zuletzt wurde das Mädchen mittags in der Nähe ihres Wohnhauses gesehen. Von da an verlor sich ihre Spur. Es gab von Anfang an den Verdacht eines Sexual- und Tötungsdelikts. 

Der zunächst verurteilte Ulvi K. wurde nach Wiederaufnahme des Verfahrens 2014 freigesprochen. Die Suche nach dem Täter begann von Neuem. Im Sommer 2016, 15 Jahre nach dem Verschwinden, wurden in einem Waldstück in der Nähe von Rodacherbrunn in Thüringen, etwa 16 Kilometer von Peggys Wohnort, die sterblichen Überreste des Mädchens gefunden. Dieser Fund führte zur Wiederaufnahme der Ermittlungen.

Die neu gesicherten Spuren führten zu dem bereits früher einmal beschuldigten Manuel S., der zur Tatzeit im Alter von 24 Jahren in Lichtenberg gewohnt hatte. Peggy befand sich zum Zeitpunkt ihrer letzten Sichtung in der Nähe seines Hauses. Während der Vernehmung gab Manuel S. an, am Tag des Verschwindens von Peggy mit seinem Audi 80 in Lichtenberg unterwegs gewesen zu sein, als ihn ein ihm namentlich bekannter Mann angehalten habe. In einem Bushäuschen in der Poststraße, so gab der Beschuldigte an, will er das leblose Mädchen von dem Mann übernommen haben. Er habe noch versucht, es zu beatmen. Er habe das Mädchen dann in einem Waldstück in Thüringen - dem späteren Fundort - abgelegt. Den Schulranzen und die Jacke von Peggy habe er bei sich im Haus verbrannt. Er bestritt jedoch, Peggy getötet zu haben. Diese Aussage widerrief er später.

Ein Ende ohne Gewissheit

Eine abschließende Bewertung der Ermittlungen führte dazu, dass Manuel S. eine Täterschaft oder eine Beteiligung an Peggys Tod nicht ausreichend nachgewiesen werden konnte. Die Todesursache konnte anhand der 15 Jahre alten sterblichen Überreste nicht mehr genau festgestellt werden. Das Verfahren wurde daher eingestellt. Nach 19 Jahren endet damit der Fall Peggy ohne eine endgültige Aufklärung.

Vor 13 Jahren ist Maddie McCann um Urlaub mit ihrer Familie spurlos verschwunden. Eine Spur führte die Ermittler zu einem vorbestraften Sexualstraftäter in Deutschland. Nun hat sich ein weiteres mögliches Opfer gemeldet: Eine Irin soll 2004 ebenfalls von dem Würzburger in Portugal vergewaltigt worden sein.