Seit einigen Jahren gehört die Attraktion zu den festen Sommerangeboten in der Region und zieht immer wieder zahlreiche Besucher an. Gerade für Familien bietet sie eine Mischung aus Bewegung, Naturerlebnis und spielerischer Herausforderung - und genau das macht ihren besonderen Reiz aus: das Maislabyrinth in Münchberg. Diese Ausflugsziele in Franken lohnen sich ebenfalls mit ihren Kindern.
"Geöffnet wird sein ab 31. Juli", erklärt Organisator und Landwirt Winfried Sachs. Wie lange die Saison dauert, hängt vom Wetter ab, "aber ich rechne mit Anfang bis Mitte Oktober". Neu ist dabei vor allem die klare Zeitregelung. Während das Gelände in den vergangenen Jahren durchgehend zugänglich war, gibt es dieses Mal feste Öffnungszeiten: "In den vergangenen Jahren war 24/7 offen, aber dieses Jahr werde ich Öffnungszeiten angeben." Die Entscheidung basiert auf Erfahrung: "Vor 9 Uhr kommt meist sowieso niemand", sagt Sachs und er plane, "um 20 Uhr offiziell zu schließen".
Maislabyrinth Münchberg: Standortfrage sorgt für kurzfristige Änderung
Vor dem Start lief nicht alles reibungslos. Die Standortwahl erwies sich als Herausforderung: "In diesem Jahr war die Standortwahl schwierig, da Anwohner Bedenken zwecks Lärmbelästigung hatten." Zwar wurde zunächst gemeinsam nach Lösungen gesucht, doch am Ende fiel eine andere Entscheidung: "Im Dialog war zwar eine Lösung entstanden, aber wir haben dann kurzfristig beschlossen, an den Standort von vor zwei Jahren zurückzukehren." Dieser liegt zwischen der Stammbacher Straße und der B2 im Bereich der Hinteren Höhe.
Dort seien ebenfalls Anwohner - "doch hier hätten keine Bedenken bestanden". Gleichzeitig wurden Optimierungen vorgenommen: "Vor zwei Jahren waren die Parkplätze dort manchmal knapp, also habe ich diesmal mehr Parkfläche gelassen, um die Situation zu verbessern."
Sachs organisiert das Labyrinth bereits seit mehreren Jahren mit seiner Frau Miriam Sachs, doch trotz aller Routine bleibt jedes Jahr ein Wagnis: "Das Labyrinth ist jedes Jahr anders und etwas Neues. Man weiß nie, wie es die Besucher annehmen." Die Unsicherheiten sind vielfältig: "Wird sich der Aufwand rentieren? Wird das Wetter mitmachen? Werden alle Veranstaltungen und das Innere des Labyrinths so funktionieren, wie wir uns das vorgestellt haben?" Doch für ihn gehören diese Gedanken dazu: "Aber solche Sorgen sind normal."
Eintritt ins Maislabyrinth auf Vertrauensbasis und Schnitzeljagd mit Gewinnchance
Beim Eintritt bleibt das Konzept unkompliziert - und setzt weiterhin auf Ehrlichkeit: "Die Eintrittsgelder laufen auf Vertrauensbasis." Die Preise sind gestaffelt: Kinder ab drei Jahren zahlen drei Euro, Jugendliche fünf und Erwachsene sieben Euro. Dafür gibt es mehr als nur den Zugang zu den verschlungenen Wegen: "Am Eingang kann dann eine Karte mitgenommen werden.
Wer alle Stationen der Schnitzeljagd macht und mit der ausgefüllten Karte aus dem Labyrinth kommt, kann die dann einwerfen und hat die Chance, zum Ende der Saison an unserer Tombola teilzunehmen."
Das Konzept des Maislabyrinths wird weiter ausgebaut. Neben den bekannten Elementen wie Schnitzeljagd, Strohhüpfburg und Aussichtsplattform sind zusätzliche Angebote geplant - darunter Ponyreiten und weitere Attraktionen. Unterstützung kommt dabei auch aus der Region: "Einige lokale Gastronomen werden die Besucher des Maislabyrinths versorgen, auch ein lokaler Spielwarenhändler unterstützt die Aktion." Gerade bei Veranstaltungen hilft zudem das Umfeld mit: An den Veranstaltungstagen werden Freunde des Landwirts helfen.
"Es hat etwas Romantisches, Exzentrisches, im Dunkeln zu den bunten Lichtern" in Münchberg
Ein Highlight bleibt auch in diesem Jahr ein ganz besonderes Event: "Die lange Nacht der Lichter ist mein liebster Tag im Maislabyrinth." Sachs beschreibt die besondere Atmosphäre so: "Wir verteilen tausend LED-Lichter im Mais. Es hat etwas Romantisches, Exzentrisches, im Dunkeln zu den bunten Lichtern durch den drei Meter hohen Mais zu laufen, ohne genau zu wissen, wohin es geht." Neu im Programm ist außerdem eine weitere Veranstaltung im Herbst: Am 19. September ist eine Gruselnacht mit "lebenden Gespenstern" geplant.
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