Diesem Konzert hätte man wirklich die Aufführung unter freiem Himmel gewünscht: Beethovens Dritte, Minimalmusic, Eigenkompositionen, die Akteure wirkten harmonisch ineinander, Oliver Kunkel offenbarte immense Energie. Als Organisator, als Dirigent, als Sänger, denn er ersetzte einen kurzfristig ausgefallenen Tenor. Die ebenfalls kurzfristig ausfallende Solistin schaffte er ebenfalls zu ersetzen mit einer Sängerin des Mainfrankentheaters Würzburg, die die Zuhörer bezauberte. Akiho Tsujii studierte ihre Stücke in einem Tag ein, was soll man sagen: wunderbar.


Gelungenes Gesamtkunstwerk

So wurde der Abend in der im Grunde völlig unpassenden Umgebung einer Sporthalle zu einem Gesamtkunstwerk und einem Erlebnis. Denn Kunkel setzte die Stücke und den Gesang auch hochgeschickt in Szene mit farbigem Licht, mit eingesprochenen Passagen, mit kleinen Handlichtern, die den Kinderchor zu einer Wiese voller bunter Glühwürmchen werden ließ: ein zauberhafter Sommernachtstraum.

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