Schwerer Unfall im Landkreis Haßberge: Kurz nach Mitternacht wurden in der Nacht auf Samstag (09.05.2020) Einsatzkräfte zur Staatsstraße 2276 auf der Höhe Knetzgau (Landkreis Haßberge) gerufen. Beim Eintreffen fanden sie einen BMW vor, der unter einer Brücke auf der Straße stand. Der Rest der Straße war mit zertrümmerten Verkehrsschildern und einem umgestürzten Baum übersät, wie ein Feuerwehrmann der Freiwilligen Feuerwehr Knetzgau berichtete.

Der Fahrer des Autos hatte eine Platzwunde am Kopf, außerdem klemmte sein Fuß seit längerer Zeit im Fußraum fest. Die technische Rettung der beiden Insassen durch die Einsatzkräfte war sehr kompliziert und zeitaufwendig. Das Auto wurde danach vom Abschleppdienst abtransportiert.

Irrfahrt endet mit Totalschaden

Der Fahrer war auf der Staatsstraße 2276 von Zell am Ebersberg in Richtung Haßfurt unterwegs. Dabei kam er zuerst mit seinem Auto nach rechts von der Fahrbahn ab und touchierte dabei ein Verkehrsschild. Durch das Gegenlenken kam er nach links von der Fahrbahn ab, fuhr eine Böschung hinauf und fällte dort einen Baum, bevor er frontal gegen einen Brückenpfeiler prallte. Unter der Bücke kam das Fahrzeug zum Stehen. 

Die beiden Insassen waren laut des Pressesprechers der Bayrischen Roten Kreuzes 59 und 29 Jahre alt. Beide wurden nach der Befreiung durch den Rettungsdienst medizinisch versorgt. Der 59-jährige Fahrer wurde mit einem Schädel- und Wirbeltrauma und einem Verdacht auf Beinfraktur ins Klinikum Bamberg gebracht. Seine 29-jährige Beifahrerin erlitt nur leichte Verletzungen und wurde nach Haßfurt ins Krankenhaus gebracht.

Am Auto stellte die Polizei einen Totalschaden in Höhe von 40.000 Euro statt. Wieso der Fahrer die Kontrolle verloren hatte und mehrmals von der Fahrbahn abgekommen war, ist derzeit noch unklar.

Vor Ort leisteten Beamte der Polizeiinspektion Haßfurt, das Rote Kreuz und circa 50 Einsatzkräfte der Feuerwehren Knetzgau und Sand ihren Dienst. Die Staatsstraße musste für die Dauer der Rettungsarbeiten voll gesperrt werden.