Beim Aufeinandertreffen in Oberbayern erwischte der Gastgeber einen nahezu perfekten Tag. Der VCE fand nie wirklich in die Partie. Der VC Eschenbacher Eltmann wollte im Spiel gegen den bisher sieglosen Tabellenletzten TSV Mühldorf eigentlich seine Siegesserie weiter ausbauen, um sich vor den direkten Duellen gegen Schwaig und Deggendorf eine gute Ausgangsposition zu erarbeiten. Dies gelang nicht gegen einen Gastgeber, der auf einmal wie befreit aufspielte, den VCE die gesamte Spielzeit unter Druck setzte und nie nachließ.

Mühldorfer Abwehr wächst über sich hinaus


Nach einer beschwerlichen Anreise hatte das Team des VC Eschenbacher Eltmann etwas weniger Zeit als üblich, sich auf die Partie vorzubereiten, jeder Spieler schien jedoch körperlich fit für den Start des Spiels. Vom Anpfiff weg zeigte Mühldorf aber dann eine Leistung, die den bisherigen Auftritten den Letzten der Volleyball-Regionalliga völlig widersprach. Mühldorf überzeugte mit starken Aufschlägen und schien in der Abwehr um Leonhard Tille, den Bruder des Nationalmannschafts-Liberos Ferdinand, einen "goldenen Tag" erwischt zu haben. Kaum ein Angriffsball des VCE kam direkt auf dem Boden auf, Mühldorf kratzte die Bälle in teilweise unmöglichen Situationen heraus und schloss den Spielzug dann auch noch mit druckvollen Angriffsschlägen ab. Die Eltmanner verpassten es andererseits aber auch, solche Spielzüge für sich zu entscheiden. Die Beschreibung des ersten Satzes passt auf nahezu alle drei Spielabschnitte.

Nun auf dem sechsten Platz


Im dritten Durchgang schien das Team des VC Eschenbacher Eltmann zum Ende hin demoralisiert, bekam von den Gegnern keine Chance, ins Spiel zurückzufinden, und verlor die Partie alles in allem verdient mit 0:3. Das Ergebnis des dritten Satzes, 15:25 aus Sicht der Unterfranken, unterstreicht, dass an diesem Abend die Oberbayern das bessere Team waren. Nun steht der VC Eschenbacher Eltmann mit 12:12 Punkten auf dem sechsten Tabellenplatz und empfängt am kommenden Wochenende mit dem SV Schwaig den Fünften, der 12:10 Punkte aufweisen kann. Bis dahin gilt es für den VCE, im Training hart an Taktik und Abstimmung zu arbeiten, um eine weitere Niederlage zu verhindern.