In einer schwachen Partie besiegt der FSV Krum den TSV Münnerstadt, während die DJK Dampfach nach dem Kantersieg gegen den SV Riedenberg nichts mehr mit dem Abstieg zu tun hat. Der FC Thulba schenkt den als Absteiger feststehenden Knetzgauern im Heimspiel fünf Treffer ein.

FSV Krum -
TSV Münnerstadt 4:2

Hier hätten wir mal ein schönes
Beispiel für ein Spiel zweier Mannschaften, bei denen es um nichts mehr geht: FSV Krum gegen TSV Münnerstadt. FSV-Coach Tobias Burger sprach von
einem wahren "Fehlpassfestival" und einem "schwachen Niveau". Letztendlich schraubte der FSV sein Punktekonto auf 47 hoch, ein Sieg am Samstag in
Knetzgau wären dann 50 Punkte, "und das wäre eine grandiose Sache für einen so kleinen Verein, wie wir es sind". Bis zur Pause hatte Krum wie gewohnt mehrere gute Torchancen liegen gelassen, einzig Felix Glöckner wusste seine Vorlage von Felix Hart zu nutzen (29.).
Nach etwas mehr als einer Stunde legte Glöckner nach einer Flanke von André Stößlein per Kopf das 2:0 nach. Zwischen der 76. und 80. Minute wurde es aufregend in Krum, mit vier Toren in vier Minuten. Fabian May traf für die Münnerstädter zum Anschluss (76.), und Ahmet Coprak ließ in der 78. gar den Ausgleich folgen. "Gottseidank hatten wir darauf die richtige Antwort", so Burger. Die hatte Ramon Räth mit dem 3:2 (80.) geliefert. In der Schlussphase schloss Florian Degen einen Konter zum 4:2-Endstand und stellte den Sieg sicher.
FSV Krum: Klemm - Fösel, Degen, Hart, Ma. Witchen, Glöckner (65. Mi. Witchen), Lommel, Schmitt, Räth, Stößlein (82. Vogel), Rippstein / SR: Hienz (Brünnau) / Zuschauer: 100 / Tore: 1:0, 2:0 Glöckner (29., 63.), 2:1 May (76.), 2:2 Coprak (78,.), 3:2 Räth (80.), 4:2 Degen (90.+4.)

DJK Dampfach -
SV Riedenberg 9:2

Mit der "mit Abstand besten Saisonleistung" (DJK-Sprecher Horst Dombrowski) fegte Dampfach den gar nicht mal so schlechten SV Riedenberg vom Platz, schoss sich den Frust der letzten Wochen vom Leib und verjagte endgültig das Abstiegsgespenst. Ein Tor war schöner als das andere, schwärmte Dombrowski, "die Mannschaft zeigte von Anfang eine hohe Laufbereitschaft und hat sich den Sieg nicht wie sonst erkämpft, sondern erspielt". Es hätte sogar zweistellig werden können, wäre bei Tim Wagners Schuss in der Schlussminute nicht der Pfosten
im Weg gestanden.
Bei den Toren war einfach alles dabei, etwa ein Kopfball von Lois Jilke zum 2:0 (7.), ein langer Ball auf Ralf Riedlmeier, Lupfer über den Torwart, Tor (5:1, 51.) und eine Balleroberung von Adrian Sahlender mit Pass auf Tim Wagner, Tor (7:1, 59.). Sogar Abwehrchef Paul Tudor trug sich in die Torschützenliste ein (9:2, 87.).
DJK Dampfach: Schulze-Happe - Yücetag, Geßendorfer, Sahlender, Riedlmeier, A. Jilke, Greb, Wagner, L. Jilke, Hau, Tudor / SR: Garbe (Unteroberndorf) / Zuschauer: 100 / Tore: 1:0 Wagner (5.), 2:0 L. Jilke (7.), 2:1 Hergenröther (27.), 3:1 Geßendorfer (40.), 4:1 L. Jilke (42.), 5:1 Riedlmeier (51.), 6:1 A. Jilke (55.), 7:1 Wagner (59.), 8:1 Greb (62.), 8:2 Wich (69.), 9:2 Tudor (87.)

FC Thulba -
TSV Knetzgau 5:2

Dieses Spiel des TSV Knetzgau beim FC Thulba könnte sinnbildlich für den Saisonverlauf des Aufsteigers Knetzgau herhalten. Eine Stunde lang, berichtete Spielleiter Alexander Hamburger, konnte Knetzgau spielerisch mithalten und hätte bei entsprechender Chancenauswertung auch das ein oder andere Tor mehr schießen können. Zum Beispiel durch Lucas Wirth in der Schlussphase oder Johannes Schwinn gleich in der 4. Minute.
Nach 60 Minuten, beim Stand von 2:2, kamen die Knetzgauer nicht mehr richtig hinter den Ball, und beim Rückwärtsgang bei Angriffen des Gegners war ordentlich Sand im Getriebe. "Das hat Thulba natürlich reichlich Platz gebracht", so ein desillusionierter Hamburger. Die Tore fielen in der Schlussphase wie die reifen Früchte, weil Knetzgau ab der 60. das Fußballspielen aus unerfindlichen Gründen zu seinem Nachteil auslegte.
TSV Knetzgau: Oppermann - Heide, Mühlfelder, Schwinn, Warmuth, Barth, Zangl, Wirth, Frison, Huth, Greul / SR: Herbert (Elters) / Zuschauer: 80 / Tore: 0:1 Barth (13.), 1:1 Werner (35., Foulelfmeter), 2:1 Wüscher (45.), 2:2 Wirth (51.), 3:2 Wüscher (62.), 4:2, 5:2 Heinrich (79., 84.)