Die Generalprobe der Haßfurter Hawks für den Start in die Eishockey-Landesliga in einer Woche ist geglückt. Und trotzdem zeigte sich Zdenek Vanc mit dem 19:6-Kantersieg der Hawks gegen die "Luchse" des EC Lauterbach nur bedingt einverstanden. Den Trainer ärgerten vor allem die Gegentore, die gegen einen personell stark dezimierten Gegner seiner Meinung nach nicht hätten passieren dürfen.

Hawks legen gut los

"Das war eindeutig zu viel", sagte Vanc nach der Schlusssirene und kündigte an, bei den anstehenden Trainingseinheiten nochmals die Defensivarbeit in den Blickpunkt zu rücken. Als Junior Tobias Hertwich nach exakt 2:28 Minuten bereits zum 3:0 erfolgreich war, deutete sich bereits ein Schützenfest an. Wobei: Es war schon beim Aufwärmen zu befürchten, dass es gegen die hessischen Gäste weitgehend in eine Richtung geht. Lediglich die Mindestanzahl von neun Feldspielern konnte Lauterbachs Neutrainer Thomas Berndaner auf Eis schicken. Erschwerend auch die Tatsache, dass die Luchse zuvor erst zwei Mal gemeinsam in der Fremde trainieren konnten, nachdem im eigenen Stadion noch gar kein Eis zur Verfügung steht.

Dennoch wehrten sie sich in ihrem ersten Vorbereitungsspiel im teils dichten Nebel und auf weichem Eis nach dem schnellen Rückstand nach Kräften. Dass die mit ganzen vier Blöcken angetretenen Hawks das Ergebnis in die Höhe schraubten, daran konnten selbst die bedauernswerten EC-Schlussleute Sebastian Grunwald und Stellvertreter Maxim Garde nichts ändern.

Andererseits musste ihr ESC-Gegenüber Nicolas Hetzel den Puck im ersten Abschnitt nur einmal aus seinem Tor holen. Im zweiten Drittel - nach 34 Minuten bekam Jens Dietz Spielpraxis - waren es gegen die überforderte Lauterbacher Rumpftruppe mit dem ehemaligen Haßfurter Emanuel Grund dagegen schon zwei Mal.

Vanc: "Dieses Eishockey mag ich nicht"

Weil die Hawks während der letzten 20 Minuten weitere drei Gegentreffer einstecken mussten, ärgerte sich Zdenek Vanc im Hinblick auf den Saisonstart gegen den EV Pegnitz trotz der bis dato 13 erzielten Treffer doch. Die Spieler wollten seiner Meinung nach "so viele Tore schießen, dass sie die Verteidigung teilweise vergessen. In Punktspielen wollen wir keinesfalls mit 7:6 oder 8:7 gewinnen. Ich will defensiv besser dastehen. Kein Zirkus. Dieses Eishockey mag ich nicht", betonte der 41-Jährige.

Statistik des Spiels

ESC Haßfurt: Dietz, Hetzel - Hora, Thebus, Stahl, Pribyl, Marx, Hertwich, Faust, C. Müller, P. Müller, Hartmann - Nold, Stach, Krein, Masel, Trübenekr, Lang, Tobola, Dietrich, Zürcher, Finger / Schiedsrichter: Bauer/Voit / Zuschauer: 154  / Tore für Haßfurt: Masel (5), Nold (5), Trübenekr (2), Faust, Hertwich, P. Müller, Hora, Zürcher, Tobola, Stach / Strafzeiten: Haßfurt 10 plus Disziplinarstrafe gegen Lang / Lauterbach 8.