Gegen den EC Pfaffenhofen war in dieser Saison nichts zu holen für den ESC Haßfurt. Auch im vierten Vergleich mit den Oberbayern ging er leer aus. Nachdem sie bereits im ersten Duell in der Abstiegsrunde der Eishockey-Bayernliga mit 2:9 den Kürzeren gezogen hatte, kassierte die Mannschaft von Trainer Martin Reichert im Rückspiel in der Gruppe A erneut eine deutliche 3:7 (2:1, 0:4, 1:2)-Niederlage.

Immerhin lieferten die "Hawks" im Gegensatz zum Hinspiel wieder eine ordentliche Leistung ab. "Sie haben gut gespielt, wesentlich besser als am Freitag", sagte Reichert und wollte seinen Spielern deshalb keinen Vorwurf machen.

Der Gast geht schnell in Führung

Dabei sah es nach 20 Minuten sehr ordentlich aus, denn nach einem schnellen Rückschlag - Marko Babic gelang aus ganz spitzem Winkel bereits nach 41 Sekunden der Führungstreffer für die "Ice Hogs" - hatten die Haßfurter Puckjäger wenig später die passende Antwort: Eine tolle Kombination in Zusammenarbeit mit David Franek, der auf der Kontingentstelle diesmal wieder den Vorzug vor Zoltan Revak bekommen hatte, schloss Max Zösch mit dem Ausgleich zum 1:1 ab (4.). Und als Kapitän Ales Stribny in der 13. Minute die "Hawks" sogar mit 2:1 nach vorne geschossen hatte, hofften bis auf die 15 mitgereisten Pfaffenhofener Fans im Stadion am großen Anger alle Zuschauer auf ein weiteres "Buchloe".

Doch war die Hoffnung spätestens am Ende des zweiten Abschnitts verpufft: Pfaffenhofens Trainer Heinz Feilmeier hatte auf zwei Reihen umgestellt, und der Druck von Gästekapitän David Vokaty und seinen Teamkollegen wurde immer größer. 2:5 hieß es aus Sicht der Hausherren nach 40 Minuten, wobei zwei der Gegentreffer bei konsequenterer ESC-Abwehrarbeit wohl hätten verhindert werden können.

Die erste Reihe der Pfaffenhofener war nicht zu stoppen

Die "Hawks", die neben dem gesperrten Beppi Eckmair zudem auf den erkranken Jan Michalek (und somit auf zwei Drittel des ersten Blockes) sowie ebenso auf den am Freitag verletzten Philipp Mauder verzichten mussten, fanden keine effektiven Mittel, um ECP-Schlussmann Christian Hamberger ernsthaft in Gefahr zu bringen.
"Wir haben, wie schon am Freitag, die erste Reihe der Gäste nicht halten können", wusste der ESC-Trainer. Marko Babic, David Vokaty, Daniel J. Turner, Matthias Schuster und Patrick Landstorfer waren einfach zu stark. Dass Beppi Eckmair sowie Jan Michalek nicht spielen konnten, sei zwar "sehr bedauerlich, aber nicht ausschlaggebend" gewesen. "Das Entscheidende war wirklich im Mitteldrittel der erste Block" des Gegners, sagte Martin Reichert. "Das muss man halt auch anerkennen."

Während der EC Pfaffenhofen und die Germering "Wanderers" mit jeweils zehn Punkten auf ihren Guthabenkonten mit dem Abstieg nun nichts mehr zu tun haben, findet am kommenden Freitag zwischen dem Tabellenletzten ESV Buchloe, der bei beiden Wochenendvergleichen gegen Germering das Nachsehen hatte und nach wie vor nur einen Zähler auf dem Konto hat, und den Haßfurter "Hawks" ein echtes Endspiel um den "Relegationsplatz" drei statt.

Am Freitag kann schon eine Entscheidung fallen

Den direkten Klassenerhalt können beide Kontrahenten nicht mehr schaffen. Eine Entscheidung zugunsten der Unterfranken wäre bei einem Sieg bereits am Freitag möglich. Bei einer Niederlage fällt die Entscheidung über "Sein oder nicht sein" dann aber erst am Sonntag, wenn Haßfurt die Mannschaft aus Germering empfängt und Buchloe zum EC Pfaffenhofen muss.