Die Bayreuther werden am Ende der Saison ganz weit vorne erwartet. "Egal gegen wen wir spielen, wir müssen in Heimspielen punkten", lautet aber die Botschaft des Sander Trainers Erwin Albert an seine Mannschaft. Das 0:0 beim Spitzenreiter FC Amberg hat der Sander Mannschaft in mehrfacher Hinsicht gut getan. Natürlich ist es der Punktgewinn, aber es ist auch das Selbstvertrauen, das sie in Amberg durch das Unentschieden aufwertete. "Wir standen nicht nur tief in der Abwehr, sondern spielten besonders in der zweiten Halbzeit gut mit und hatten unsere Chancen. Da hat unsere Mannschaft gezeigt, dass sie mit anderen Mannschaften mithalten kann", so der Sander Spielleiter Erich Barfuß.

Gute Sander Bilanz


Am heutigen Samstag will der FC Sand (14. Platz / 13 Punkte) zeigen, dass er auch der SpVgg Bayreuth (6. / 23) Paroli bieten kann. In der zurückliegenden Saison war das zweimal der Fall, denn die "Schwarz-Weißen" siegten in Bayreuth mit 2:1 und gewannen auch das Rückspiel im Seestadion mit 4:1. Überhaupt sieht die Bilanz der Sander gegen die Oberfranken gut aus. Von den fünf Aufeinandertreffen im Seestadion gewannen die Gastgeber drei, einmal spielten sie Unentschieden, und nur einmal mussten sie die Segel streichen.

Von Statistiken aber hält der Sander Trainer Erwin Albert nichts, denn nach seiner Meinung ist Fußball ein Tagesgeschäft. Das heißt für ihn und seine Mannschaft, dass sie heute mit den "Altstädter Wespen" einen Gegner vor sich haben, dem nur sehr schwer beizukommen ist. Die Gäste mit einem Durchschnittsalter von 21,9 Jahren gewannen vier ihrer letzten fünf Begegnungen und mussten sich nur beim Würzburger FV mit 1:3 geschlagen geben. Dafür wurde am letzten Spieltag der FSV Erlangen-Bruck mit einer 0:6-Niederlage nach Hause geschickt.

Gefährliche Angreifer in den Reihen der Gäste


Am Erfolg der Bayreuther ist vor allem ihre 1,90 Meter große "schwarze Perle" Francis Kioyo beteiligt, der schon sechs Tore erzielte. Aber Manuel Hiemer und Stefan Kolb stehen ihm mit je vier Treffern kaum nach. "Wir verfügen nicht über solche Spielerpersönlichkeiten, wie sie die SpVgg Bayreuth hat. Wir haben jedoch eine Chance, wenn wir uns geschlossen als Team gegen sie stellen und unsere Stärken wie Laufbereitschaft, Einsatzwillen und Leidenschaft in die Waagschale werfen", so Albert.

Ein kleiner Vorteil des FC Sand könnte sein, dass die SpVgg Bayreuth am Mittwoch im DFB-Pokalspiel gegen den Regionalligisten SV Seligenporten hart gefordert wurde. Dabei führten die Bayreuther auch dank zweier Treffer von Kioyo lange Zeit mit 3:2, schieden aber durch das 3:4 in der allerletzten Spielminute aus.

Daniel Rinbergas und Stefan Klemm fallen weiter aus


Gegen die SpVgg Bayreuth muss Erwin Albert weiterhin auf wichtiges Personal verzichten. Ausfallen wird neben dem verletzten Daniel Rinbergas der für dieses Spiel noch gesperrte Torhüter Stefan Klemm, der in Amberg mit Sascha Haupt jedoch einen ausgezeichneten Vertreter hatte. Nach seiner langen Verletzungspause kam "Maxi" Göbhardt in Amberg zu einem Kurzeinsatz, für ein ganzes Spiel reicht es aber noch nicht. Insgesamt geben sich das Sander Team und Trainer Erwin Albert vor der heutigen Begegnung jedoch zuversichtlich. Der Coach sagt klar: "Der Punkt von Amberg ist nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Wir müssen schauen, dass wir zu weiteren Zählern kommen."