Zwei Tore binnen drei Minuten zum 3:1-Sieg machten den Klassenerhalt des TSV Knetzgau in der Fußball-Bezirksliga Unterfranken Ost zumindest noch in der Theorie möglich. Weil aber der TSV Ranungen bei der DJK Dampfach gewann, ist dieses Szenario äußerst unwahrscheinlich. Der FSV Krum klettert mit dem Heimsieg an Tabellennachbar FC Thulba vorbei auf Rang 4.

FSV Krum - FC Thulba 1:0
Was auf den ersten Blick wie das Ergebnis eines lauen Sommerkicks aussieht, war in Wirklichkeit ein hochklassiges Spiel zweier guter Mannschaften, ergänzt durch die gute Schiedsrichterleistung von Udo Lenhard (Lindach). "Wir waren in der ersten Halbzeit besser und haben unsere Überlegenheit in ein Tor umgemünzt, Thulba war nach der Pause besser und hat seine Überlegenheit eben nicht genutzt", fasst FSV-Trainer Tobias Burger ein sehenswertes Fußballspiel zusammen.
Das Tor des Tages erzielte Felix Hart in der 16. Minute nach einem Konter. Krum eroberte den Ball im Mittelfeld, Kevin Rippstein überlupfte einen Gegenspieler, der Ball kam zu Felix Hart, der ließ noch einen Verteidiger stehen und schob den Ball in die lange Ecke zum 1:0. Kurz vor der Pause hätte er das 2:0 nachlegen müssen, aber er schoss aus zwei Metern über das Thulbaer Gehäuse. Die Gäste versteckten sich keineswegs, sondern nahmen das Spiel an und sorgten ein ums andere Mal für Alarm im Strafraum des FSV Krum. "Kompliment an meine Mannschaft, sie hat das 1:0 clever verteidigt", sagt Burger. Der Erfolg des FSV in der Bezirksliga wächst weiter auf nunmehr 43 Punkte und Tabellenplatz 4.
FSV Krum: Klemm - Fösel, Degen, Hart, Ma. Witchen,Glöckner (72. Wehner), Vogel, Räth (90. Bujtor), Stößlein, Rippstein, Bogensperger (75. Mi. Witchen). SR: Lenhard (Lindach) / Zuschauer: 135 / Tor: 1:0 Hart (16.)
TSV Knetzgau -
FC Strahlungen 3:1

Der TSV Knetzgau krallt sich mit allem, was die Mannschaft hat, in der Bezirksliga fest. Mit dem 3:1 über den direkten Konkurrenten Strahlungen wäre sogar der direkte Klassenerhalt noch möglich. "Strahlungen hat sich sehr schlecht präsentiert", sagte TSV-Spielleiter Alexander Hamburger. Da konnte es sich der TSV sogar leisten, in Person von Lucas Wirth einen Handelfmeter zu vergeigen. Strahlungens Keeper hatte den Braten gerochen und war in die richtige Ecke abgetaucht (10.). Mit einem Doppelschlag sorgte Sebastian Warmuth für klare Verhältnisse. Zunächst verwertete er eine Hereingabe von Raphael Schenk zum 1:0 (22.), kurz darauf ließ er Strahlungens Torhüter Johannes Bömmel alt aussehen (25.). Mit einem von Marco Nöth verwandelten Foulelfmeter verkürzte Strahlungen auf 1:2 (33.), aber das war es auch schon, was der Gegner im Angebot hatte. Knetzgau schaltete einen Gang zurück, blieb aber Herr des Geschehens und legte in der Schlussphase noch einmal los. Dieses mal war Lucas Wirth erfolgreich (88.). Und immer noch ist Hamburger optimistisch, dass sich Knetzgau in der Liga halten kann.
TSV Knetzgau: Oppermann - Heide, Mühlfelder, Schwinn, Warmuth, Barth, Zangl, Wirth, Schenk, Huth, Greul / SR: Reich (Heubach) / Zuschauer: 50 / Tore: 1:0, 2:0 Warmuth(22., 25.), 2:1 Nöth (33., Foulelfmeter), 3:1 Lucas Wirth (88.)
TSV Rannungen -
DJK Dampfach 2:0

Mit der schlechtesten Leistung seit Langem und einer verdienten Niederlage in Rannungen hat die DJK Dampfach den erhofften Befreiungsschlag im Abstiegskampf verpasst. Wenn die Elf von Trainer Enrico Wetz nicht auf der Hut ist, droht ihr gar der Direktabstieg in die Kreisliga. In 90 Minuten hatte die DJK nur eine Torchance. Lois Jilke hatte sich über rechts durchgesetzt und scharf nach innen geflankt, doch Sebastian Arnold traf den Ball nicht richtig. "Da fehlt uns vorne ein Patrick Winter, der auch mal Bälle halten kann", sagt DJK-Sprecher Horst Dombrowski. Wegen eines Kompressionsbruches im Schienbein hatte der Arzt dem Dampfacher Stürmer acht Wochen Pause verordnet. Rannungen zeigte den Dampfachern, wie Abstiegskampf geht: mit Lauf- und Kampfbereitschaft. Das hatte bei fast allen Dampfachern gefehlt.
DJK Dampfach: Schulze-Happe - Yücetag, A. Jilke, Geßendorfer, Tudor, Sahlender, Riedlmeier, Reich, Greb, Wagner, Hau / SR: Thoma (Ober-/Mittelstreu) / Zuschauer: 150 / Tore: 1:0 Kaufmann (47.), 2:0 Erhard (79.)