Die Vorzeichen vor dem Duell in der Fußball-Bayernliga Nord waren eindeutig. Der SC Eltersdorf, in der Tabelle knapp vor Viktoria Aschaffenburg an der Spitze, empfing den auf den Abstiegsrängen beheimateten FC Sand - der zum Auftakt nach der Winterpause das so wichtige Duell gegen den FC Amberg zu Hause in den eigenen Sand gesetzt hatte. Nach 90 Minuten intensiver Abwehrarbeit entführte die Ernst-Truppe jedoch einen Punkt aus dem Erlangener Stadtteil.


Bayernliga Nord

SC Eltersdorf - FC Sand 0:0
Wer sich auf eine Fußballgala im Flutlicht eingestellt hatte, wurde bitter enttäuscht. In der ersten Hälfte der Flutlicht-Begegnung waren spielerische Highlights nicht vorhanden. Der SC Eltersdorf hatte nahezu ununterbrochen den Ball in den eigenen Reihen, machte daraus aber herzlich wenig. Spätestens an der Sander Strafraumgrenze war ein ums andere Mal Schluss mit den Offensivversuchen des SC. Pässe durch die Gasse oder auf die Außenbahnen blockte die FC-Defensive stur weg, die Distanzschüsse der Hausherren waren zu ungenau oder landeten in den Händen von Schlussmann Simon Mai.

Aber auch der FC Sand lehrte Fußballästheten mit seinen Angriffsbemühungen das Grauen. Im Zweikampf gewonnene Bälle droschen die Verteidiger meist unplatziert nach vorne in die Fänge der Eltersdorfer Akteure, die dann ihrerseits wieder ihr fruchtloses Ballbesitzspiel aufzogen. Spielerisch nach vorne funktionierte es seitens der Sander meist über die linke Außenbahn: aber auch hier ließ der Gastgeber nichts anbrennen und kochte die Sander Angreifer ab. Brenzlig wurde es vor dem Tor der Gastgeber in den ersten 45 Minuten lediglich einmal: SC-Torhüter Akbakla fing einen Sander Kopfball nach einem Freistoß aus dem Halbfeld jedoch sicher ab.


Stabile Abwehr sichert den Punkt

Nach dem Seitenwechsel änderte sich am Spielbild gegenüber den ersten 45 Minuten recht wenig: Der Großteil der Partie spielte sich zwischen beiden Sechzehnern ab, wenngleich meist in der Hälfte der Gäste. Mit zunehmender Spieldauer öffneten sich aber Räume auf beiden Seiten. In dieser Phase offenbarte sich dann wieder die Sander Angriffsschwäche: Konter wie der von Tevin McCullough endeten in harmlosen Gestochere an der Strafraumgrenze (77.). Pluspunkt im Sander Spiel war der über die gesamte Spieldauer stabile Abwehrverbund, der die zugegebenermaßen ideenlosen Eltersdorfer stets im Griff hatte. "Ein Riesenkompliment an meine Mannschaft. Wir haben gut gegen den Ball gearbeitet und kaum Torchancen zugelassen. Wir wollten tief stehen und die Räume eng machen - das hat das Team super umgesetzt", sagte Trainer Uwe Ernst nach dem Schlusspfiff.

Fast hätte es sogar zum Auswärtssieg gereicht, SCE-Keeper Akbakla wischte einen satten Schuss von Sands Adrian Reith aber noch eben so aus dem Winkel (87.). Fazit: Auf dieser Leistung lässt sich aufbauen. Möglichkeit dazu haben die Sander am kommenden Samstag, wenn es erneut gegen ein Team aus dem oberen Drittel der Tabelle geht - dann ist Würzburger FV im Sander Seestadion zu Gast.

SC Eltersdorf: Akbakla - Lindner, Kind, Völker, B. Herzner, Göbhardt, Stark, Grinjuks (62. Schwesinger), T. Herzner (68. Dipanov), Fuchs, Dotterweich / FC Sand: Mai - Bechmann, Gundelsheimer (64. T. Schlereth), D. Schlereth, Wagner, C. Gonnert, Leim, A. Schmitt, Reith, Steinmann (69. McCullough), S. Schmitt / SR: Söder / Zuschauer: 200 / Tore: Fehlanzeige / Gelbe Karten: Stark (39.) - Gundelsheimer (36.), Steinmann (59.), T. Schlereth (77.), Reith (92.)