Bei der zweiten öffentlichen Gemeinderatssitzung der neuen Amtsperiode des Pfarrweisacher Gemeinderates am Dienstagabend ist Sonja Appel (ULB) aus Pfarrweisach von Bürgermeister Markus Oppelt (CSU) als neue Gemeinderätin vereidigt worden. Oppelt nahm ihr im Pfarrsaal, in dem die Sitzung stattfand, den Amtseid ab. Mit Sonja Appel und Beate Giebfried (Freie Wähler) aus Kraisdorf ist auch das neue Gremium wie das vorherige mit zwei Frauen "bestückt". Bekanntlich hat Ex-Bürgermeister Ralf Nowak (ULB) das Gemeinderatsmandat nicht angenommen. Nächste Nachrückerin aufgrund der Gemeinderatswahl am 15. März ist nach der Stimmenverteilung auf der ULB-Liste Sonja Appel. Weil bei der konstituierenden Sitzung am 11. Mai wegen Nowaks Absage einige Posten nicht vergeben wurden, ist dies am Dienstag nachgeholt worden. Es ging hier ausschließlich um die Besetzung der Stellvertreter.

Sparsamkeit angemahnt

Und hier ging Appel gleich in die Vollen: Sie wurde vom Gremium als Vertreterin von Josef Kneuer (CSU) im Grundstücks- und Bauausschuss sowie als Vertreterin von Beate Giebfried für den Schulverband Maroldsweisach-Pfarrweisach von Baureferent Frank Schmidt (CSU) und vom Kindergartenreferenten Christoph Göttel (FW) gewählt.

Bürgermeister Oppelt freute sich, "dass wir nun komplett sind", und blickte kurz auf die bevorstehenden sechs Jahre. Er ermahnte das Gremium, sparsam zu haushalten. Gleichwohl sehe er es mit Genugtuung, wie das Gremium schon jetzt gut zusammenarbeite.

Wegen der unterirdischen Kabelarbeiten am Gehweg in der Adolf-Kolping-Straße und am Gehweg zur Schule in Pfarrweisach sollen die Deckflächen komplett erneuert werden. Martin Lang vom Bauamt Ebern führte dazu aus, es sei sinnvoll, die neben der Stromtrasse verbleibende Fläche im Rahmen des Straßenunterhalts komplett zu erneuern - auch im Hinblick auf das Alter der Gehwege. Die Erdarbeiten seien nötig, um das neue Baugebiet "Bei der Schule" mit Strom zu versorgen.

Keine Kosten für Eigentümer

Das Unternehmen, das dort die Bauarbeiten ausführt, hat der Gemeinde zwei Kostenangebote vorgelegt: für die Adolf-Kolping-Straße eines mit 7000 Euro und für den Gehweg eines mit 9400 Euro. Das Gremium genehmigte beide Angebote einstimmig.

Auf die Grundstückseigentümer kommen keine Kosten zu, bestätigte Lang eine Anfrage unserer Zeitung.

Bürgermeister Oppelt teilte mit, in der Zeit zwischen den Monatswechseln Juni und Juli werde das Regenrückhaltebecken im Pfarrweisacher Baugebiet hergestellt.

Für die Turmuhr in Lohr wartet Oppelt noch auf das Angebot einer Fachfirma. Erst dann könne die Reparatur in Auftrag gegeben werden und das Glockengeläut wieder in den normalen Modus übergehen.

Auf ein weiteres Problem im dortigen Glockenturm wies er hin: "Wenn es kräftig stürmt, regnet es rein. Vielleicht kommt da noch was auf uns zu", orakelte er ob einer anstehenden Sanierung.

Wegen der Sanierung des Kirchturms in Junkersdorf wartet die Gemeinde ebenfalls noch auf Kostenangebote - "dann kann es mit den Arbeiten losgehen", beantwortete Oppelt eine Frage von Bernd Elflein (ULB).

Kinderkrippe für zwölf Kinder

Wann es mit dem Aufstellen des Containers für die Kinderkrippe in Pfarrweisach losgeht, wollte Roland Rügheimer (CSU) wissen. Oppelt antwortete stirnrunzelnd: "Ob wir das bis zum 1. September schaffen, wird sportlich." Er geht davon aus, dass erst zu Anfang Oktober die Arbeit im Container begonnen werden kann - und appelliert hier "an das Verständnis der Eltern".

Für zwölf Kinder soll hier eine pädagogische Bleibe geschaffen werden. Der Förderantrag laufe, sagte der Bürgermeister, die Verwaltung arbeite "mit Hochdruck" daran, und erst wenn der Antrag genehmigt sei, dürfe mit dem Aufbau begonnen werden.

Für die Betreuung der Kinder seien sieben Bewerbungen von Erzieherinnen und Kinderpflegerinnen eingegangen, für die in der nächsten Woche die Vorstellungsgespräche anstünden.