War das Auto wegen der Schneeglätte ins Rutschen geraten oder hatte der Fahrer die Fahrbahnseite gewechselt, um ein anderes Fahrzeug zu überholen? Diese Frage war für die Beamten der Polizeiinspektion Haßfurt am Dienstagnachmittag (19. Januar 2021) zunächst nicht abschließend zu klären. Sie nahmen am Unfallort die Aussage des Lkw-Fahrers zu Protokoll. Dieser gab an, das weiße Fahrzeug sei plötzlich auf seiner Fahrbahnseite entgegengekommen.

Gegen 14.25 Uhr war der Lkw auf seinem Weg Richtung Haßfurt auf der Staatsstraße 2278 rund einen Kilometer westlich von Hofstetten frontal gegen die linke Fahrzeugseite des Skoda Octavia geprallt. Die Fahrbahn in dem Waldstück war zu diesem Zeitpunkt bei dichtem Schneetreiben glatt vom Schneematsch, sodass der Lkw-Fahrer keine Chance hatte, rechtzeitig zu bremsen. Der Mittvierziger am Steuer des Skoda mit Bamberger Kennzeichen und die Person neben ihm wurden verletzt und mussten ins Krankenhaus gebracht werden.

Unfall wegen Schneeglätte: Verletzte Person muss ins Krankenhaus

Die Airbags hatten ausgelöst und vermutlich schlimmere Verletzungen verhindert. Der Wagen wurde durch die Wucht des seitlichen Aufpralls komplett deformiert und musste abgeschleppt werden. Er hat nur noch Schrottwert. Die Frontseite des Transporters mit Schweinfurter Kennzeichen wurde durch den Aufprall eingedrückt; der Fahrer kam jedoch mit dem Schrecken davon.

Ein Polizist vor Ort taxierte den Schaden "vorsichtig auf 15 000, vielleicht 20 000 Euro. Beamte der Polizeiinspektion Ebern, die zunächst durch Zufall am Unfallort vorbeigekommen waren, übergaben die Sachbearbeitung an ihre Kollegen aus Haßfurt. Der Unfallort liegt am östlichen ran von deren Inspektionsbereich.

Die Grenze markiert die Bergkuppe an der "Roten Marter" bei der Abfahrt nach Bühl. Bei der Bergung der Fahrzeuge, Reinigung der Fahrbahn und Absicherung der Unfallstelle waren rund 30 Freiwillige der Feuerwehren aus Hofstetten, Königsberg und Jesserndorf im Einsatz. Der Verkehr musste einseitig an der Unfallstelle vorbeigeleitet werden, was in Kombination mit den widrigen Straßenverhältnissen für einige Behinderungen sorgte