Der festliche Einzug zum Sander Korb- und Weinmarkt fand bereits in den Vormittagsstunden statt. Auf dem Kirchplatz empfing Bürgermeister Bernhard Ruß die zahlreichen Besucher aus nah und fern.

Erstmals seit vielen Jahren kürte Ruß mit Anna Rippstein wieder eine "Sander Weidenkönigin", die in nächster Zeit zusammen mit der Weinprinzessin Isabell Bergmann die Winzer- und Korbmachergemeinde Sand bei offiziellen Anlässen vertreten wird.

Zu den Gästen zählten ferner der Vizepräsident des unterfränkischen Weinbauverbandes, Hans Georg Noppenberger, und die Nordheimer Weinprinzessin Christina Schneider. Sie vertrat die neue Fränkische Weinköngin Christin Ungemach, die wegen einer Erkrankung nicht nach Sand kommen konnte.

Beeindruckt von den Sandern

Hans Georg Noppenberger zeigte sich in seiner Rede beeindruckt von der Organisation des Sander Wein- und Korbmarktes. Sand liege zwar nicht im Zentrum des fränkischen Weinanbaues, sagte er. Aber die junge Sander Winzergeneration habe durch engagierte und erfolgreiche Winzerarbeit sowie durch ihre oftmals prämierten Weine und aufsehenerregende Erfolge in den letzten Jahren den Ort immer mehr in den Mittelpunkt des Interesses gerückt. "Beschreiten Sie diesen Erfolgsweg weiter, denn dadurch repräsentieren Sie Ihre innovative Gemeinde und leisten darüber hinaus einen Beitrag zum Ansehen des Frankenweines", appellierte Noppenberger.

Am Vortag erst war Christina Schneider zur Nordheimer Weinprinzessin gekrönt worden. In Sand vertrat sie die erkrankte Fränkische Weinkönigin Christin Ungemach. Sie wünschte mit launigen Worten allen Festbesuchern schöne Stunden in Sand bei einem guten Schoppen Frankenwein.

20 Hektar Rebfläche

Gleiches tat auch die Sander Weinprinzessin Isabell Bergman, die darüber hinaus dazu ermunterte, sich die guten Weine aus Sander Lagen munden zu lassen. Dass sie nun zusammen mit der "Weidenkönigin" Anna Rippstein die Gemeinde Sand repräsentieren darf, freue sie besonders, sagte Bergmann.

Für die Winzer stellte Oliver Gottschalk heraus, dass Sand mit rund 20 Hektar Rebfläche die größte Weinbaugemeinde im Abt-Degen-Weintal ist. Erzeugt würden daraus etwa 150 000 Liter oder rund 600 000 Schoppen Frankenwein. Verköstigt würden sie in den Sander Heckenwirtschaften und auf Weinfesten, aber auch der Verkauf spiele eine Rolle. "Sander Wein mit seiner hervorragenden Qualität, die sich in vielen Auszeichnungen wiederspiegelt, hat inzwischen einen sehr guten Ruf", betonte Gottschalk.

Bürgermeister Bernhard Ruß stellte mit einem Schmunzeln fest, dass die 600 000 Schoppen Wein auch gebraucht würden. Insgesamt vertrat er die Ansicht, dass das Abt-Degen-Weintal, der Zusammenschluss vieler Winzer im Landkreis Haßberge, einen guten Aufschwung genommen und sich als Wein-Marke etabliert habe. Das bringe den hiesigen Raum touristisch weiter. Abschließend stellte der Bürgermeister fest: "Weiden und Weine sind Produkte, die die Gemeinde Sand prägen und bekannt machen."

Bei bestem Wetter ging der Markttag in Sand munter weiter. Besucher zeigten sich ebenso zufrieden wie die Händler und Aussteller. Somit war der 17. Sander Wein- und Korbmarkt einmal mehr ein voller Erfolg.