Probleme gibt es an der Kläranlage in Ebern. Hier muss Geld in die Hand genommen werden. Dies wurde bei der Sitzung des Bauausschusses am Mittwochabend im Sitzungszimmer der Verwaltungsgemeinschaft deutlich.

Vor einiger Zeit hatte sich der Bauausschuss schon einmal mit der Kläranlage an der Straße in Richtung Lind befasst. Dort ist nun ein weiteres Problem aufgetaucht: Ein Räumschild in einem Klärbecken ist abgebrochen. "Taucher mussten es rausholen", sagte Stefan Hofmann vom Bauamt. Das Becken werde provisorisch weiter betrieben. Über Kosten konnte Hofmann nichts sagen, da auch noch nicht entschieden werde, wie man dort weiter verfährt.

Stadtrat Manfred Fausten drängte darauf, dass man an der Kläranlage etwas tun müsse und das Problem nicht weiter hinausschieben dürfe. Dies unterstützte Stadtrat Philipp Arnold. "Wenn der Betrieb der Kläranlage zusammenbricht - was dann?", fragten er und Fausten.

Abwassermeister Bastian Lang und seine Mitarbeiter, die Fachkräfte für Abwassertechnik, Simon Baiersdorfer und Lukas Barthelmann, zeigten das beschädigte Teil, das neben dem Nachklärbecken liegt, in dem es vorher in Betrieb war.

Was ist die Ursache des Schadens? Abwassermeister Bastian Lang sagte, dass es nach vielen Jahren immer wieder mal zu einem Verschleiß kommen könne; so sei es wohl auch bei dem Räumschild der Fall. Er meinte, dass nach etwa vier Wochen wieder ein neues Teil eingebaut werden könne. Solange laufe das Nachklärbecken mit einer etwas verminderten Leistung.

Grundsätzlich sind sich Lang und sein Team sicher, dass nach 20 Jahren etwas gemacht werden müsse. "Da ist wohl eine technische Sanierung der Anlage unumgänglich", sagte Lang. Vom Nachklärbecken, erläuterte der Abwasserspezialist, werde das Wasser geklärt und der nahe liegenden Baunach zugeführt. Jedes der drei Klärbecken habe ein Fassungsvermögen von 3500 Kubikmeter, erklärte Bastian Lang.

Aufgrund einer baulichen Veränderung eines Geschäftes in der Bahnhofstraße wurden Stellungnahmen verschiedener Behörden erörtert. Hierzu begrüßte amtierender Bürgermeister Werner Riegel (SPD) den Vertreter eines Ingenieurbüros. Der Bauausschuss nahm die Stellungnahmen zur Kenntnis. Insgesamt gab es keine Einwände, die dem Bauvorhaben entgegenstehen. Mit dem Umbau soll es im Frühjahr losgehen, sagte der Antragsteller, der zu diesem Tagesordnungspunkt anwesend war.

Schießanlage in der ehemaligen Kaserne

Es wurde auch eine Reihe von Bauanträgen und Bauvoranfragen behandelt, die von Stefan Hofmann, Sachbearbeiter im Bauamt der Verwaltungsgemeinschaft Ebern, erläutert wurden. Eine Bauvoranfrage stellte Mark Ebner für die Nutzungsänderung einer bestehenden Werkhalle in der ehemaligen Kaserne zu einer Schießanlage. Nicht zufrieden war das Gremium, vor allem in Person der Stadträte Philipp Arnold (FWE) und Manfred Fausten (CSU), dass in der Anfrage nicht vermerkt war, womit in der beabsichtigen Schießanlage geschossen werden soll. Dazu sagte Stefan Hofmann vom Bauamt, dass das Landratsamt im Rahmen des Genehmigungsverfahrens das erfragen werde. Schließlich wurde unter Vorbehalt zugestimmt, dass diese Frage noch zu klären ist.

Vergeben wurden Gewerke für die Kindertagesstätte auf dem Grundstück der ehemaligen Berufsschule in Ebern. Für Tragwerksplanung wurde ein Auftrag in Höhe von 42 840 Euro an ein Ingenieurbüro vergeben. 51 315 Euro fallen für die Elektrofachplanung an. Für die Ausrüstung mit einer Wärmeversorgung entstehen Planungskosten von 46 728 Euro und für die Abwasser- und Wasseranlagen Kosten von 29 671 Euro.

Straßenbaustelle verzögert sich

Wie Bürgermeister Werner Riegel bekannt gab, werde sich die Fertigstellung der Straßenbaustelle im Hambach bis Ende 2018 verzögern, und soweit werde die Vollsperrung aufrecht erhalten.

Zum Baugebiet "Haube II" in Unterpreppach sagte Riegel, dass dort frühester Baubeginn im Frühjahr 2019 sein könne. Einige Vorarbeiten seien hinsichtlich Kanal und Straße fertig. "Es geht dort voran, was aber auch etwas abhängig davon ist, wie die Baufirmen zur Verfügung stehen."

Riegel wies noch darauf hin, dass der "FTE-Kreisel" am 25. August von 7 bis 16 Uhr voll gesperrt sei. Er bat die Verkehrsteilnehmer um Verständnis.

Stadtrat Klaus Schineller hätte es gerne, dass auf der Rückseite der Begrüßungsschilder in Ebern der Schriftzug "Auf Wiedersehen in Ebern" angebracht wird. Er solle einen entsprechenden Antrag stellen, sagte Bürgermeister Werner Riegel.

Neuer Feldgeschworener

Heribert Valtin ist neuer Feldgeschworener. Bei der Sitzung des Bauausschusses wurde er von Bürgermeister Riegel im Auftrag des Landrates vereidigt.