Vor gut einem Jahr sind sie das erste Mal zusammengekommen. Eltern und Großeltern, die den Nachwuchs im Bestreben nach mehr Klimaschutz unterstützen. Die "Parents for future" kamen dieser Tage in der alten Rügheimer Ziegelei zusammen, um sich über ihre weiteren Aktivitäten auszutauschen.

Christoph Appel, Heinrich Goschenhofer und Marianne Alka waren es einst, die die Gruppe gründeten und immer mehr begeisterte Mitstreiter für ihre Ziele gewinnen konnten. So waren es am 20. September letzten Jahres rund 550 Schüler, Eltern und Großeltern, die mit einem kilometerlangen Protestmarsch durch die Haßfurter Altstadt lautstark auf den Klimaschutz aufmerksam machten. Und bald ist es wieder soweit: Ende September, der genaue Tag steht noch nicht fest, gibt es wieder einen globalen Klimastreik, bei dem in der Kreisstadt die Anhänger der Bewegung auf die Straße gehen.

Fridays for future: Globaler Klimastreik für Ende September geplant - Haßfurt beteiligt sich

Dieses Mal schwebt den Verantwortlichen vor, eine Menschenkette zu bilden, deren Teilnehmer mit Transparenten jeweils einen Mindestabstand von zwei Metern haben. Angedacht ist auch eine Verkehrsblockade, um Eindruck bei der Bevölkerung zu hinterlassen, so Appel. Die drei Organisatoren sind sich einig: Das Sensibilisieren der Menschen, Unternehmen und lokalen Entscheider ist ein wichtiger Aspekt. Die Regierungen und Unternehmen haben es in der Hand, Entscheidungen zu treffen, die Vorbildcharakter haben, richtungsweisend sind und schnell große Verbesserungen bringen. Christoph Appel erklärte: "Wir brauchen mutige Entscheidungen, und dass die Politik in der Lage ist, solche zu treffen, hat sie in der Coronakrise bewiesen." Die "Parents for future" wollen auch ihr Netzwerk erweitern und dem Verein "Heimat" mit ihrem Gründer Oliver Kunkel als Kooperationspartner zur Verfügung stehen.

Auch Kim Davey, die vor Wochen für die "Liste für aktiven Umweltschutz" in den Haßfurter Stadtrat eingezogen ist, engagiert sich bei "Parents for future". "Ich will Ideenträger sein", sagte die Familienmutter, die auch schon bei einigen Demonstrationen dabei war. Vor zwei Jahren nahm Davey ein Sabbatjahr und umrundete gemeinsam mit Mann und Kindern die Welt. Plastikabfall in den Reisfeldern Malaysia und nächtliche Verbrennungen von Abfall fand die Stadträtin nach eigenen Worten widerlich und war für sie ausschlaggebend gewesen, etwas dagegen zu tun.

"Jeder ,der bei uns mitmachen will, ist herzlich willkommen", rührte Christoph Appel die Werbetrommel für den Klimaschutz. Egal ob Kinder, Jugendliche oder Erwachsene, Interessenten können sich auf der Homepage www.parentsforfuture.de/de/hassfurt weitere Informationen holen und per E-Mail unter hassfurt@parentsforfuture.de direkt mit der heimischen Gruppe in Verbindung treten.