Eingangs ging das Gemeindeoberhaupt auf abgeschlossene und künftige Projekte in der Gemeinde Knetzgau ein. Dazu zählen unter anderem die Gestaltung der Freisportanlage an der Dreiberg-Schule, die Errichtung eines Maininformationszentrums (MIZ) und der Neubau einer gemeindlichen Wohnanlage in der Stammgemeinde.
In Bezug auf Westheimer Themen stellte Paulus anhand einer Präsentation das Projekt "Schwarzer Adler" vor, bei dem die ehemalige Westheimer Gaststätte in ein ökumenisches Gemeindezentrum und Dorfgemeinschaftshaus umgestaltet wird. Die Kostenermittlungen seien nun abgeschlossen. Das Projekt werde 2,6 Millionen Euro kosten. Über den Bauantrag werde der Gemeinderat bei einer Sitzung im April abstimmen. Danach würden die Förderanträge eingereicht, und dann könne der Startschuss erfolgen.
Wie der Bürgermeister weiter vorstellte, ist die Gemeinde Knetzgau dabei, als eine kostengünstige Lösung im dörflichen Bereich, das Projekt "Mitnahmebänke" zu initiieren. In jedem Gemeindeteil sollen dafür zwei bis drei Bänke aufgestellt werden, auf denen sich Bürger setzen, die auf eine Mitfahrgelegenheit nach Knetzgau oder Haßfurt warten.
Der Bürgermeister ging ferner auf Fragen ein, die ihm bereits im Vorfeld zugetragen worden waren. Das Pflaster im Westheimer Friedhof wird laut Paulus nicht erneuert. Die größten Schäden seien bereits ausgebessert worden. Auch am Vorplatz sowie an den Zufahrtswegen könne man nur Ausbesserungsarbeiten ausführen, da für eine Generalsanierung zu hohe Kosten zu erwarten wären. Am Straßenbelag "Im Kleingehäg" würden demnächst Ausbesserungsarbeiten vorgenommen. Der Rückschnitt der Bäume im Friedhof oder gar ein komplettes Abholzen seien nicht geplant.


Verbot für Hunde und Pferde?

Einen Verbindungsweg vom alten Sportplatz zum Dorfplatz könne man nicht realisieren, da man bei der Grundstücksfrage seitens der Gemeinde keine Einigung erzielt habe.
Auf die Frage nach den Kosten für den "Krebsensee" antwortete Paulus, dass es weiterhin einiger Fuhren Kies und Sand bedürfe. Zu diesem Thema wandten einige Bürger ein, dass es unhygienisch sei, dass der See auch von Pferden und Hunden benutzt wird. Deshalb forderten sie ein Verbot für besagte Tiere.
Dem Wunsch nach einem barrierefreien Zugang für das Wahllokal, das sich momentan in der alten Schule befindet, wird die Gemeinde nachkommen und dafür die Räumlichkeiten im "offenen Treff" favorisieren.
Außerdem forderten die Bürger, dass man Baugrundstücke zu günstigen Kosten erwerben könne. Derzeit liegt man nach Aussage des Bürgermeisters im Gemeindebereich bei einem Quadratmeterpreis von 70 Euro (Unterschwappach) bis 95 Euro (Knetzgau). Für Westheim lägen die Grundstückspreise bei 90 Euro pro Quadratmeter. Auch wenn die Nachfrage nach der Erschließung von neuen Baugebieten groß sei, wäre es seitens der Gemeinde unverantwortlich, stets neue Baugebiete auszuweisen. Man muss bei einer weiteren Grundstückserschließung laut Bürgermeister bedenken, dass es Zuzüge zur Folge habe. Dafür müsse man eine Infrastruktur vorhalten, bei der man seitens der Gemeinde an seine Grenzen stoße. Momentan sei es schwierig, Fachpersonal zu bekommen, wie etwa für die Kitas.


Verkehrsbelastung ein Problem

Bezüglich der zunehmenden Verkehrsbelastung meldete sich ein Bürger, der auf ein großes Verkehrsaufkommen durch den Lkw-Verkehr vor dem Gelände der Firmen Koppitz und Maincor im Bereich "Steinbruch" in der Stammgemeinde Knetzgau verwies. Hier gibt es laut Bürgermeister keine Lösung, da ein Konzept fehle, wie man den Verkehr in diesem Bereich nachhaltig in den Griff bekommt. Mit der kommunalen Parküberwachung kommt man laut Paulus diesem Problem leider auch nicht bei. Das Gemeindeoberhaupt versprach, mit der Polizei Kontakt aufzunehmen, um dieses Gefahrenpotenzial anzusprechen. Der Bürgermeister sprach von einer allgemeinen Verkehrsbelastung durch den zunehmenden Lkw-Verkehr, unter der viele Anwohner im Gemeindebereich zu leiden hätten.