Mag der Holzmarkt wegen Dürre- und Käferschäden noch so sehr am Boden liegen: Auf qualitativ hochwertiges Holz ist die Möbel- und Furnierbranche immer scharf. Das bewies auch dieser Tage wieder eine Vermarktungsaktion unterfränkischer Holzanbieter, bei der der Raum Ebern einmal mehr eine besondere Rolle spielte. Nach dem Laubholz hat die forstwirtschaftliche Vereinigung Unterfranken nun auch die wertvollsten Nadelholzstämme aus ihrem Einzugsbereich in Form einer Wertholzsubmission vermarktet. Eine Submission ist ein Art Versteigerung, bei der diesmal 16 Kaufinterressierte aus weiten Teilen Deutschlands Angebote abgaben. Das waren deutlich mehr als noch im Jahr 2020 (zehn), aber weniger als in beiden den Jahren davor (jeweils 18).

Drei Lagerplätze

Solch eine gemeinsame Vermarktungsaktion fand zum 17. Mal statt. Sie bringt den Anbietern den Vorteil, dass Wertholzstämme auf zentralen Lagern präsentiert und damit eine größere Schar an potenziellen Kunden angesprochen werden kann. Laut Forstwirtschaftlicher Vereinigung beteiligten sich die Forstbetriebsgemeinschaften Haßberge, Main-Spessart-Odenwald und Spessart-Süd.

Aufbereitet wurden die Stämme, insgesamt 383 Festmeter Nadelwerthölzer, auf den Wertholzplätzen in Ebern, Großwallstadt und Rentweinsdorf. Zum vergleich: Im vergangenen Jahr waren 434 Festmeter angeboten worden, im Jahr 2019 sogar 615 Festmeter.

Laut Birgitt Ulrich, als Geschäftsführerin der Vereinigung für die Wertholzsubmission am 13. Januar verantwortlich, wurde für Lärche eine Durchschnittssumme von 295 Euro pro Festmeter (Vorjahr 259 Euro) und für die Kiefer von 165 Euro (Vorjahr 150 Euro) erzielt.

Die "Braut" der Submission, also der Stamm, der den höchsten Verkaufserlös erzielte, war auf dem Platz in Rentweinsdorf aufgelegt. Er stammt laut Birgitt Ulrich "von einem Mitglied der Forstbetriebsgemeinschaft Haßberge". Der Lärchenstamm mit 2,51 Festmetern brachte rund 1680 Euro ein (670€/fm) und ging an einen Furnierhersteller. Auch bei der Laubholzsubmission kurz vor Weihnachten hatte ein Stamm aus der Region, eine Eiche aus einem Wald bei Sendelbach (Markt Rentweinsdorf) die höchste Summe eingebracht.

Gefragter Rohstoff

Birgitt Ulrichs bilanziert nach der Nadelholzsubmission, "dass trotz der extremen Kalamität und Trockenheit hochwertige Hölzer angeboten wurden". Die Preise bewertet sie als "sehr gut bis hervorragend". Die Verkäufer seien mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Zum wiederholten Male habe sich erwiesen, dass Werthölzer mit guten Qualitäten auch gute Erlöse bringen. Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft sei weiterhin ein gefragter Rohstoff.

So blieb diesmal auch keiner der Anbieter auf seiner "Ware" sitzen. Hatten in den vergangenen Jahren jeweils rund zwei Dutzend Stämme keinen Abnehmer gefunden, so wurden diesmal sämtliche Wertholzstämme an den Mann gebracht.